Zufallsfoto

SPD-Abgeordnete Weirauch und Fulst-Blei kritisieren Landesregierung beim Hitzeschutz

Veröffentlicht am 17.08.2026 in Pressemitteilungen

Hitzewellen nehmen zu – Mannheimer SPD-Abgeordnete Dr. Boris Weirauch und Dr. Stefan Fulst-Blei kritisieren: „Beim Hitzeschutz steuert die Landesregierung im Blindflug“.

Die SPD-Landtagsfraktion fordert mehr Verbindlichkeit beim Hitzeschutz in Baden-Württemberg. Anlass sind die Antworten der Landesregierung auf einen Antrag der SPD-Landtagsfraktion und eine Kleine Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Boris Weirauch und Dr. Stefan Fulst-Blei zum Hitzeschutz in Mannheim.

Die Antworten zeigen: Baden-Württemberg ist auf zunehmende Hitzewellen noch nicht ausreichend vorbereitet. Dem Land fehlt der Überblick darüber, wie weit die Kommunen beim Hitzeschutz tatsächlich sind und welche Maßnahmen wirken. Hitzewellen kosten Menschenleben, belasten die Gesundheit und verursachen erhebliche wirtschaftliche Schäden. Deshalb braucht Baden-Württemberg wirksame Hitzeaktionspläne, mehr Begrünung, schattige und kühle Aufenthaltsorte sowie einen besseren Schutz besonders vulnerabler Menschen.

„Hitze gehört zu den größten Gesundheitsrisiken des Klimawandels. Entscheidend ist nicht, dass Aktionspläne geschrieben werden, sondern dass die Maßnahmen auch umgesetzt werden und wirken“, erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Fulst-Blei. „In einem Land mit mehr als 1.100 Städten und Gemeinden gibt es landesweit bislang lediglich 39 Gebietskörperschaften mit einem bestehenden oder in Vorbereitung befindlichen Hitzeaktionsplan.“

Besonders kritisch ist aus Sicht des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Dr. Boris Weirauch, dass die Landesregierung nach eigenen Angaben weder den Umsetzungsstand noch die Wirksamkeit ihrer Hitzeschutzmaßnahmen systematisch erfasst. Statt eines landesweiten Monitorings stützt sie sich weitgehend auf freiwillige Rückmeldungen der Kommunen. „Wer nicht weiß, welche Maßnahmen umgesetzt werden und welche wirken, kann den Hitzeschutz im Land auch nicht wirksam steuern“, so Weirauch.

Kritisch sehen die Mannheimer Abgeordneten zudem den Schutz besonders vulnerabler Menschen. Beim Hitzeschutz an Schulen verweist die Landesregierung weitgehend auf die Zuständigkeit der Kommunen, für Krankenhäuser fehlen ihr landesweite Daten darüber, wie verbreitet wirksame Hitzeschutzmaßnahmen tatsächlich sind. Fulst-Blei betont: „Gerade bei immer häufigeren Hitzewellen darf sich das Land nicht hinter kommunalen Zuständigkeiten verstecken. Hitzeschutz ist eine gemeinsame Aufgabe aller staatlichen Ebenen“.

Mit Blick auf Mannheim sagt Weirauch: „Es ist ausdrücklich zu begrüßen, dass in Mannheim bereits Maßnahmen ergriffen wurden und ein Hitzeaktionsplan besteht. Im Rahmen dessen wurden beispielsweise öffentliche Trinkwasserbrunnen im öffentlichen Raum eingerichtet und eine Karte der „kühlen Orte“ veröffentlicht. Entscheidend ist jetzt, erfolgreiche Maßnahmen dauerhaft abzusichern und flächendeckend umzusetzen.“

Die SPD fordert deshalb verbindlichen Hitzeschutz statt freiwilliger Einzelmaßnahmen: als kommunale Pflichtaufgabe mit Finanzierung durch das Land, mit verbindlichen Hitzeschutzstandards für Krankenhäuser, Kitas und Pflegeeinrichtungen sowie einer verpflichtenden Klima- und Kälteplanung für Schulgebäude. Knapp 40 Kommunen und Landkreise mit Hitzeaktionsplänen sind für Baden-Württemberg eindeutig zu wenig.

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

14.09.2026 17:54 Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise
Regulatorischer Spritpreisdeckel zur Entlastung von Verbraucherinnen und Verbrauchern Die steigenden Spritpreise sorgen erneut für Belastungen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Angesichts der Tatsache, dass die Preise an den Zapfsäulen auch jetzt wieder stärker und schneller gestiegen sind, als der Ölpreis und die Verarbeitungs- und Transportkosten es zu rechtfertigen vermuten, fordern wir erneut einen regulatorischen Spritpreisdeckel zur… Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise weiterlesen

14.09.2026 17:53 Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland
Schließung deutscher Goethe-Institute in Russland ist großer Fehler Nancy Faeser, zuständige Berichterstatterin: Seit dem 13.09.2026 schließt Russland die Goethe-Institute in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg. Die SPD-Bundestagsfraktion kritisiert die Entscheidung als schweren Rückschlag für den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch. Die Institute stärken die Verbindungen zwischen Deutschland und der russischen Zivilgesellschaft über Regierungen hinaus. „Die Schließung der… Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de