
Dr. Mentrup diskutierte in Schrozberg

Dr. Mentrup diskutierte in Schrozberg
Autor: JOACHIM MAYERSHOFER
Haller Tagblatt vom 26.10.2010
Kleine Schulen mit mehr Freiheit - Diskussion in Schrozberg: Teilnehmer würden Grundschulempfehlung abschaffen
Im Schulsystem besteht Veränderungsbedarf - so lautet das Fazit des SPD-Landtagsabgeordneten Nik Sakellariou nach der Podiumsdiskussion zum Thema "Welche Erwartungen an unsere Schulen haben wir?"
Wohnortnahe Schulen mit mehr Freiheit zur Unterrichtsgestaltung, kleinere Klassen, mehr Geld für Bildung, individuelle Förderung und längeres gemeinsames Lernen ohne Grundschulempfehlung - so könnte das Bildungsmodell der Zukunft aussehen. Zu diesem Fazit sind die Podiumsteilnehmer und mitdiskutierenden Lehrer, Gemeinderäte und Eltern gekommen, die sich mehr als zwei Stunden im Schrozberger Rathaus angeregt über das Thema "Welche Erwartungen an unsere Schulen haben wir?" ausgetauscht haben.
"Kinder wollen nicht verteilt und auseinanderdividiert werden", sagt zum Beispiel Nik Sakellariou. Sechs Jahre gemeinsames Lernen wären optimal, pflichtet ihm Schuldekan Kurt Schatz bei. "Mit vertrauten Menschen länger in einer Klasse" zu sein, könne nur förderlich sein. Das starre dreigliedrige Schulsystem müsse flexibler, für unterschiedliche Unterrichtsmodelle offener werden. Dafür müsse man Mittel und Wege finden, gemeinsam mit den Lehrern vor Ort, "die vielleicht die besten Lösungen haben".
Frank Mentrup, bildungspolitischer Sprecher der SPD, spricht davon, "vernünftige Zentren individueller Förderung" zu schaffen an 600 bis 800 kleinen Hauptschulen im Land. Auch dort müsse es möglich sein, echte Realschulabschlüsse machen zu können, "wenn bestimmte Förderkonzepte da sind". Er verspricht, dass sich die SPD dafür einsetzen werde, die Grundschulempfehlung abzuschaffen, und den Schulen mehr Freiheiten und Individualität zuzugestehen. Allerdings brauche man gewisse "Leitplanken im Schulwesen und nachprüfbare Standards".
Margit Wohner von der Bildungsgewerkschaft GEW brachte individuelle Unterrichtspläne, die sich trotzdem am Lehrplan orientieren, ins Spiel.
"Viele Kinder, Eltern und Lehrer leiden unter dem derzeitigen Schulsystem." Der radikale Schnitt nach der 4. Klasse sei kein Zukunftsmodell. Es spielten sich teilweise "häusliche Dramen" in den Familien ab, wenn die Grundschulempfehlung bevorstehe. Der Druck auf die Kinder sei enorm.
Für mehr Freiheit plädiert auch der Schrozberger Bürgermeister Klemens Izsak, der gerne weniger Zwänge im Schulsystem sähe. "Lassen Sie uns in Ruhe, dann läuft es auch", entgegnet er Frank Mentrup. Izsak macht sich für kleine Klassen stark. "Wir dürfen nicht durch Zusammenlegungen von Schulen größere Klassen schaffen", warnt der Bürgermeister. Wer in jungen Jahren gut gefördert werde, der brauche später keine Reparaturen, formuliert es Izsak.
Derzeit beklagten sich die Betriebe vehement über mangelnde Ausbildungsreife der Schulabgänger, wie Kerstin Lüchtenborg, Abteilungsleiterin Berufsbildung bei der Handwerkskammer, erklärt. 164 gemeldete Stellen seien unbesetzt, "da passt was nicht zusammen". Mit Berufseinstiegsbegleitern an Hauptschulen könne ein Schritt in die richtige Richtung vollzogen werden. Der Hebel müsse aber früher angesetzt werden: "Schüler kommen nicht als Gymnasiasten, Real- oder Hauptschüler auf die Welt", sagt Lüchtenborg. Die Fachkräfte müsse man sich heranziehen.
Homepage Dr. Frank Mentrup MdL
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