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Scheer kam nicht, diskutiert wurde dennoch

Veröffentlicht am 13.07.2009 in Presseecho

ETTENHEIM (fi). Der Start in den Bundestagswahlkampf hatten sich der SPD-Bundestagskandidat für den Wahlkreis, Johannes Fechner, und die Ettenheimer Genossen etwas anders vorgestellt. Hermann Scheer (SPD), der für seinen Einsatz für die Solarenergie 1999 den alternativen Nobelpreis erhalten hatte, war für ein Referat und Diskussion über sein Spezialthema im Bürgersaal für Freitagnachmittag angekündigt. Doch der viel beschäftigte Präsident der Euro-Solar, der in dieser Woche auf einem Kongress in San Diego über Solartechnologie sprechen wird, hatte in Berlin den Flieger verpasst.

Rund 50 Genossen und/oder Interessierte am Thema harrten dennoch aus, wollten dann wenigstens dem Kandidaten auf den Zahn fühlen und Fragen zum Thema stellen. Sie hörten von Johannes Fechner zunächst ein klares Bekenntnis zum von der rot-grünen Regierung beschlossen und von der schwarz-roten Regierung unter dem Druck der SPD erneuertem Ausstieg aus der Atomenergie. "Ich halte das für eine Sackgassentechnologie. Wir setzen auf Effizienz und regenerative Energien", so das Credo des Kandidaten. Vor dem Hintergrund der gerade erst vor wenigen Wochen in die Öffentlichkeit getragenen Diskussion um ein gigantisches Solarstromprojekt in der Wüstenregion Nordafrikas warnte er indes vor übertriebenen Erwartungen – wie übrigens zuletzt auch Hermann Scheer in Interviews. Er, Fechner, stehe für dezentrale Energieversorgung und einen Mix aus regenerativer und fossiler Energiegewinnung sowie dem Ausschöpfen aller möglichen und noch neu zu entwickelnder Einsparpotenziale. Das kam im Plenum gut an, führte auch zu einigen fachlichen Diskursen.

Klar auch, dass der SPD-Kandidat vor dem Hintergrund des parallel stattfindenden Bahngipfels (Tiefensee/Oettinger) um ein Bekenntnis zum Bau des dritten und vierten Gleises nicht umhin kam. Wissend, dass in Ettenheim auch die Genossen die Gleise an der Autobahn ablehnen, gab er dennoch ein klares Bekenntnis für die Autobahnvariante ab und erhielt Unterstützung einiger Kenzinger und Herbolzheimer im Auditorium.

Abschließend versprach Johannes Fechner, dass es vor der Wahl noch zu Vortrag und Diskussion mit Hermann Scheer in Ettenheim kommen werde. Fechner: "Am Telefon hat er vorhin sein Wort drauf gegeben".

Homepage Dr. Johannes Fechner

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Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

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