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Schätze im Mannheimer Norden: Als Mannheim eine Elektrizitätsstadt wurde

Veröffentlicht am 09.12.2017 in Pressemitteilungen

Schätze im Mannheimer Norden ist eine Veranstaltungsreihe, zu der Stefan Fulst-Blei MdL einlädt und die Möglichkeit gibt, besondere Orte kennen zu lernen. Wie der Strom in die Stadt Mannheim kam, erkundeten Bürgerinnen und Bürger beim Besuch des Elektrizitätswerks Mannheim Industriehafen in der Fradelystr., Neckarstadt. Im Jahre 1898 begann hier das Zeitalter der öffentlichen Stromversorgung und der Elektrizitätsindustrie.

Bei einem Rundgang gaben Barbara Daum und Thomas Winkelmann vom Mannheimer Energieunternehmen MVV den Besuchern einen Einblick in die Geschichte und Architektur des Elektrizitätswerkes. 1898 begann hier das Zeitalter der elektrischen Stromversorgung und Elektrizitätsindustrie in Mannheim. Das Kohlekraftwerk (Braunkohle) ging mit 3,5 Megawatt in Betrieb und Mannheim wurde zur elektrischen Stadt. Bereits 1900 hatte das Werk 457 Stromabnehmer nur zwei Jahre später bereits über 1000 Abnehmer. In goldfarbenen Jugendstillettern ist die Aufschrift Elektrizitätswerk Mannheim auf dem Eingangsbau noch zu lesen. Mit den Bogenfenstern, dem Walmdach und den zwei Ecktürmen beeindruckt das Gebäude bereits von außen, auch der Eingangsbereich mit dem Kreuzbogengewölbe, den Säulen und einem sehr repräsentativen Boden, begeisterte die Besucher. Von der Anlage ist das Maschinenhaus noch erhalten, hier befanden sich früher die Schalttafeln. Das Dach des Maschinenhauses wird von Stahlbindern getragen und ist mit großen Rundbogenfenstern ausgestattet. Die Halle dient heute als Lager von Zubehör. Im Keller des Maschinenhauses sind noch Fundamente der Dampfmaschine zu erkennen. Auch ist das Pförtnerhaus mit Walmdach und vielen Gauben ist noch erhalten. Hinter der Maschinenhalle ist die Freiluft-Schaltanlage untergebracht. Ursprünglich wurde das Elektrizitätswerk für private und gewerbliche Nutzer, sowie Straßenbeleuchtung und die Straßenbahn genutzt. Bis 1905 betrieb BBC das Elektrizitätswerk als Pächterin danach übernahm die Stadt Mannheim das Werk in Eigenregie. Die Stromversorgung reichte jedoch nicht mehr aus und 1923 nach Fertigstellung des Großkraftwerks Mannheim wurde die Anlage überflüssig, und die Maschinen wurden 1926 entfernt, seitdem dient das Werk als Verteilerstation. Die Gebäude stehen heute unter Denkmalschutz. Stefan Fulst-Blei wird auch in anderen Stadtteilen die Veranstaltungsreihe „Schätze im Mannheimer Norden“ fortsetzen. Gerne nimmt er hierzu Vorschläge an unter stefan.fulst-blei@spd.landtag-bw.de.

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg

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