Zufallsfoto

Radler auf Offenburger Straßen

Veröffentlicht am 28.09.2015 in Fraktion

 

Wissenswertes zum „Aufreger 2015“

Offenburg    „Denkt man nur an Radrennfahrer – Zuerst prämiert und jetzt wird Sicherheit zerstört – Stadt plant große Veränderungen / Radler sollen künftig auf der Fahrbahn fahren - Verkehrsplaner können sich auch täuschen“ und vieles mehr, das sind die Schlagzeilen zur vermeintlich „jüngsten“ Überplanung unseres Offenburger Radwegenetzes.

Die Offenburger SPD-Fraktion sieht sich in der Pflicht, das offensichtliche Informationsmanko der Bürgerinnen und Bürger auszugleichen.  

RICHTIG – mit dem Fahrrad-Förderprogramm V, beschlossen im Oktober 2014, werden auch in Offenburg wesentliche GESETZLICHE „Veränderungen“ des Straßenverkehrs in Deutschland offensichtlich.

FALSCH – „NEU sind diese nicht – und schon gar kein Offenburger Kind“.

Bereits zum 1. September 1997 gab es neue Verkehrsregeln. Mit dieser Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) ebnete der Gesetzgeber den Weg für „einen sicheren und komfortablen Gebrauch des Verkehrsmittels Fahrrad“.

Die wichtigsten Änderungen auf einem Blick:

Kommunen können Einbahnstraßen (Turnhallenstraße) in Gegenrichtung für Radler öffnen; Fahrradstraßen können eingerichtet werden; Busspuren (nördliche Hauptstraße) dürfen bei entsprechender Kennzeichnung mitbefahren werden; Kinder können bis zum vollendeten 10. Lebensjahr auf dem Gehweg fahren; seit 1.10.1998 mussten nur noch beschilderte Radwege benutzt werden; NEU ins Angebot kam der – nun in Offenburg angekommene – (umstrittene) Schutzstreifen auf der Fahrbahn.

Im Jahr 2009 war verkehrlich die „Schilderwald-Novelle“ ein großes Thema. Die StVO wurde erneut „verbessert“. Wenige Monate später musste sie allerdings „wegen Formfehlern“ zurückgenommen werden. Die Fehlerberichtigung dauerte bis 2013, bis im April die aktuelle StVO (Straßenverkehrsverordnung) als Gesetz mit „Vereinfachungen der Radverkehrsvorschriften“ in Kraft trat.

 

Welche gibt es seither ?

Radfahrervorrang auf Schutzstreifen:

Es wird ein generelles Parkverbot für Schutzstreifen eingeführt. Die Schutzstreifen dürfen von anderen Verkehrsteilnehmern nur noch bei Bedarf, also zum Beispiel zum Erreichen von Parkflächen oder zum Ausweichen bei Gegenverkehr, über- / befahren werden.

Für die Schulwegeplanung:

In Fahrradstraßen darf künftig nicht mehr schneller als 30 km/h gefahren werden. Radfahrer dürfen hier weder gefährdet noch behindert werden.

Für das neue Radwegenetz:

Es wurde die Möglichkeit eingeführt, für Fußgänger und Radfahrer eine "Durchlässige Sackgasse" anzuzeigen. Damit kann auf sichere und komfortable Radverkehrsrouten hingewiesen werden.

Für Mama´s und Papa´s:

Die Beförderung in Fahrradanhängern wird explizit in die StVO aufgenommen. Es dürfen bis zu zwei Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr von mindestens 16 Jahre alten Personen mitgenommen werden.

Für´s Miteinander Radler/Fußgänger:

Bei getrennten und gemeinsamen Geh- und Radwegen wird die Schrittgeschwindigkeit für Radfahrer aufgegeben. Hier muss nun auf Fußgänger Rücksicht genommen und die Geschwindigkeit nötigenfalls an die des Fußgängers angepasst werden. Für den Radverkehr auf Gehwegen oder Fußgängerzonen verbleibt es bei der Schrittgeschwindigkeit.

Für „Geisterfahrer“:

Freigegebene linke Radwege werden mit Zusatzzeichen "Radverkehr frei" gekennzeichnet.

Und wer regelt was – wie beim Bau?

Die Stadt-Verkehrsplaner haben sich an die Verwaltungsvorschrift zur StVO zu halten, beispielsweise an die aktuell erforderliche Breite eines Radweges von 2 Metern Regelmaß. Hier werden auch die Erwachsenen-Dreiräder und die Kinder-/Transportanhänger bedacht.

Das beispielhafte Offenburger Radwegenetz, angelegt in den 80ern, genügt in vielen Straßen leider nicht mehr den gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen, den Veränderungen im Radverkehr.

Zum Glück für unsere (Rad-) Verkehrsplaner gibt es für solch heftige gesetzliche Eingriffe in Bestehendes so genannte „Übergangszeiten“. Ansonsten hätten wir als Mitglieder des Verkehrsausschuss längst die Umsetzung anmahnen müssen.

Das harte klare Fazit:

Unser gutes Radwegenetz sollte entsprechend der aktuellen Gesetzeslage schnellstmöglich OPTIMIERT und damit „rechtssicher“ werden.

ACHTUNG - baulich unzureichende Radwege, womöglich noch als benutzungspflichtig ausgeschildert, werden schnell zu „Radfahrerfallen“.

Rad-Schutzstreifen auf der Fahrbahn  gibt es seit 18 Jahren, nur halt weniger in Offenburg.

Eine langsamere Geschwindigkeit bedeutet immer ein Plus an Verkehrssicherheit.

„Aufreger“ im Straßenverkehr bringen immer eine größere Aufmerksamkeit, einen steigenden Adrenalinspiegel, damit bessere Reaktionszeiten, ein sicherheitsbedachteres Verhalten mit sich.

„Egal ob mit zwei oder vier Rädern - bei dem heutigen Verkehrsaufkommen ist unbedingt ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme erforderlich. Auf keinen Fall darf aggressiv und rücksichtslos gefahren werden“, so die grundsätzliche Meinung der SPD-Fraktion.

 

Homepage SPD Offenburg

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de