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Planetarium: Kuppelsaal schließt wegen Umbau

Veröffentlicht am 28.01.2015 in Presseecho

Freundeskreis stößt zahlreiche Projekte an / Wolfgang-Wacker-Preis an die „Stimmen des Sternentheaters“ Karin Schroeder und Peter Rühring

Drei Monate lang wird das Planetarium in diesem Sommer schließen - voraussichtlich in den Monaten Juli, August und September. Dies kündigte der Direktor des Sternentheaters, Dr. Christian Theis, beim Neujahrsempfang des Freundeskreises des Planetariums an. Wie bereits berichtet, wird in dieser Zeit die neue, an die drei Millionen Euro teure digitale Vollkuppel-Projektionstechnik eingebaut - "wir brauchen das, um zur zweidimensionalen Projektion des Sternhimmels auch die dritte Dimension ins Haus zu holen", erklärte Theis die Vorzüge der neuen Technik, die den 2002 eingebauten Zeiss-Universariumsprojektor ergänzen soll.

Zusätzlich wird an der Südseite des künstlichen Sternhimmels unter der Kuppel eine kleine Bühne für Veranstaltungen ein- und die Bestuhlung entsprechend umgebaut werden. Damit wird das Planetarium zwar "nur" noch etwas mehr als 200 Sitzplätze haben, wegen der auf den südlichen Himmel konzentrierten Projektionstechnik werden aber faktisch zumeist nur rund 170 der tatsächlich vorhandenen 277 Dreh-Lehnsessel genutzt.

Große Freude über Auszeichnung

Ehrlich gerührt und mit großer Freude reagierten die Schauspieler Karin Schroeder und Peter Rühring, die in diesem Jahr den Wolfgang-Wacker-Preis des Freundeskreises erhielten. Drei Jahrzehnte lang wirkten die beiden beliebten Schauspieler, die in den 1970er und 1980er Jahren dem Nationaltheater-Ensemble angehörten, als Sprecher für die Planetariumsprogramme und wuchsen den Mannheimern, wie es der Laudator und Preisträger des Vorjahres, Pfarrer Norbert Dietel, ausdrückte, als die "Stimmen des Sternentheaters" ans Herz. Bislang rund drei Millionen Besucher folgten ihren Stimmen bei Erklärungen der komplizierten Himmelsmechanik und Beschreibungen der grandiosen Schönheit des Universums.

Der Vorsitzende des Freundeskreises, Dr. Wolfgang Wacker, sowie seine Vorstandskollegen Roswitha Henz-Best, Gunter Schulz und Landtagsabgeordnete Helen Heberer (SPD) berichteten aus der Arbeit des Vereins, der nicht nur zu den mitgliederstärksten Vereinen in der Stadt gehört, sondern immer wieder mit vielfältigen und für ganz Mannheim bereichernden Projekten von sich reden machte. Gut 500 Mitglieder, so Henz-Best in ihrem Rechenschaftsbericht, zählen sich derzeit zu dem Freundeskreis.

Die Sternenfreunde, wie Heberer erläuterte, sind dabei eine der treibenden Kräfte des bürgerschaftlichen Aktionsbündnisses zum Erhalt der alten Sternwarte, deren Außensanierung jetzt mit Hilfe von Geldern aus Landes- und Bundesstiftungen, von der Stadt Mannheim sowie von Mannheimer Spendern abgeschlossen werden konnte. Nun gehe es, so die Landespolitikerin, darum, mit zusätzlichen Spenden auch das Innere des Barock-Turms sorgfältig wieder in Stand zu setzen.

Ein weiteres "Großprojekt" des Freundeskreises des Planetariums erläuterte Gunter Schulz. Die Planetenallee in der Augustaanlage sei von der planerischen Seite praktisch fertig vorbereitet, nachdem inzwischen ein sehr gutes Einvernehmen mit den städtischen Behörden hergestellt werden konnte. Mit den Bauarbeiten für den astronomischen Lehrpfad könnte demnach noch in diesem Jahr begonnen werden. Bis Sommer 2016 soll alles fertig sein und die auch digital abrufbaren Markierungen für die Körper des Sonnensystems im Boden der neuangelegten Augustaanlage eingelassen worden sein.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 28.01.2015

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