Pressemitteilung vom 06. Februar 2011
SPD-Spitzenkandidat im Murgtal unterwegs / Lob für ehrenamtliches Engagement im Unimog-Museum und der Forbacher Projektgruppe „Gewerbepark Wolfsheck“
Den Besuch im Murgtal wird der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Nils Schmid, noch lange in guter Erinnerung haben: Und dies nicht nur wegen seiner Fahrt mit dem Unimog auf dem Gelände des Gaggenauer Unimog-Museums und dem Unimog-Museums-Teddy, den ihm der SPD-Landtagskandidat für den Wahlkreis Rastatt/Murgtal, Bürgermeister Ernst Kopp, für seine einjährige Tochter mitgab.
Beeindruckt zeigte er sich vielmehr von dem wirtschaftlichen Potenzial und dem großen bürgerschaftlichem Engagement, das er am Samstagnachmittag beim Unimog-Museum und dem Forbacher Unternehmer Horst Fritz, der zusammen mit anderen die Projektgruppe „Gewerbepark Wolfsheck“ gegründet hat, vorfand. „Baden-Württemberg lebt als rohstoffarmes Land von den Ideen und dem Engagement seiner Menschen“, so Nils Schmid. Bewusst wolle er daher bei seiner Tour keine Massenauftritte mit klassischen Wahlkampfreden, sondern solche Beispiele des Engagements vor Ort kennen lernen und mit den Menschen ins Gespräch kommen.
Dazu bot sich auf Einladung von Bürgermeister Ernst Kopp bei dem vor-Ort-Besuch in der Firma Fritz Automation GmbH in Forbach (-Langenbrand) ausreichend Gelegenheit. Nach einer kurzweiligen Präsentation der Firma und der Arbeit der Projektgruppe durch Horst Fritz brach Nils Schmid eine Lanze für den innovationsfreundlichen Mittelstand. „Ich habe auf meiner Tour durch Baden-Württemberg keine Firmen kennen gelernt, die Atommüll-Endlager oder AKWs herstellen, aber viele mittelständische Firmen, die z.B. Teile für die Erzeugung von Wasser-, Solar- und Windkraft produzieren“, sagte Nils Schmid in Richtung der schmunzelnden Anwesenden. Die von Schwarz-Gelb beschlossene AKW-Laufzeit-Verlängerung schade daher dem Mittelstand im Land. Er verwies dabei auch auf Fritz Automation, die derzeit ihr Geschäftsfeld im Bereich regenerativer Energien ausbaue.
Nils Schmid betonte gegenüber den ca. 45 Anwesenden, darunter neben Ernst Kopp, dem Forbacher Bürgermeister Kuno Kußmann auch KommunalpolitikerInen anderer Fraktionen, die Wichtigkeit von Infrastruktur in der gesamten Fläche des Landes. Dies beinhalte neben einer guten Straßen- und Schieneninfrastruktur, wobei er die Stadtbahn-Anbindung des Murgtals lobte und den Sanierungsstau des Landes, gerade nach dem frostreichen Winter, bei den Landesstraßen kritisierte, auch eine vorausschauende Bildungspolitik.
Mit „keine Schulreformen von oben herab wie Schwarz-Grün in Hamburg oder Schwarz-Gelb in Baden-Württemberg“, sondern im Dialog mit den Kommunen und Bürgern vor Ort längeres gemeinsames Lernen ermöglichen, warb Nils Schmid bei der Diskussionsrunde auch für einen neuen Politikstil bei den Anwesenden. Auf Nachfrage aus dem Publikum gehöre hierzu für ihn auch, beim Thema „Stuttgart21“, die Gesellschaft, die auch im Badischen nicht erst seit den Ereignissen am 30. September im Stuttgarter Schlossgarten gespalten ist, durch eine Volksabstimmung wieder zusammenführen. Wenn sich Menschen wie im Fall der Projektgruppe „Gewerbepark Wolfsheck“ zudem ehrenamtlich für den Standort Forbach engagieren, sei das sehr lobenswert und müsse die Politik das unterstützen, betonte Nils Schmid.
In die gleiche Kerbe schlug Ernst Kopp. Er verwies auf seine langjährige Tätigkeit als Bietigheimer Bürgermeister und Mitglied des Rastatter Kreistages und betonte, dass Politikentscheidungen nicht über die Köpfe der Menschen hinweg getroffen werden dürfen. „Auch das Regierungsprogramm der SPD sei etwa in einer sog. 100-Dialoge-Tour gemeinsam mit den Menschen formuliert worden“, so der SPD-Landtagskandidat.
Zweite Station der Tour von Nils Schmid im Mittelbadischen war das Gaggenauer Unimog-Museum. Unter Leitung von Stefan Schwaab, dem 1. Vorsitzenden des gleichnamigen Vereins, ließ er sich in Anwesenheit des Gaggenauer Oberbürgermeisters Christof Florus, von Ernst Kopp, seinem Zweritkandidaten Otto Heck, dem SPD-Landtagsabgeordneten Gunter Kaufmann, dem SPD-Landtagskandidaten für Baden-Baden/Bühl, Armin Zeitvogel, und ca. 40 weiteren Teilnehmern die Historie des Museums und die Bedeutung des Unimogs für das Murgtal erläutern. Stolz sei man auf das große ehrenamtliche Engagement vieler im Museum und darauf, dass das Museum im laufenden Betrieb ohne irgendwelche Subventionen auskomme, so Stefan Schwaab.
Im Unimog-Museum sieht Nils Schmid einen großen Werbeträger für die Region, der gerade im Tourismus-Tagegeschäft dem Murgtal neue Möglichkeiten bietet. Die Geschichte des Unimogs sei aber auch ein anschauliches Beispiel, wie eine Sozialpartnerschaft zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern vorbildlich funktioniere. Gute Gewerkschaften und Betriebsräte, motivierte und gut ausgebildete Arbeitnehmer und kluge Unternehmensentscheidungen hätten den Automobilstandort Rastatt/Murgtal zu dem gemacht was er heute ist, nämlich einen der wettbewerbsfähigsten im ganzen Land.
Kernelement sei dabei, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam nach Lösungen suchen. Wenn jedoch der Wettbewerb mit Dumpinglöhnen und Leiharbeit geführt werde, gewinne am Ende niemand, so Nils Schmid. Die Unternehmen nicht, weil sich immer einer findet, der billigere Mitarbeiter hat, die Mitarbeiter nicht, weil sie von ihrem Lohn nicht leben können, der Staat nicht, weil er den Beschäftigten die Differenz des niedrigen Lohns zum notwendigen Einkommen für den Lebensunterhalt zahlen muss, warb Nils Schmid abschließend für gute Löhne und gegen eine zügellose Ausnutzung der Leiharbeit.