Zufallsfoto

Neue Mode aus altem Stoff

Veröffentlicht am 25.03.2009 in Presseecho

Kleidung: Berufsschüler zeigen mit Modenschau, wie schnell die Trends wechseln
Neue Mode aus altem Stoff

Ein neues Kleid aus einem alten Kleid und einer Bluse, eine Jacke aus einem Vorhang, ein zauberhaftes Brautkleid aus Gardinenstores: "Fashion, from catwalk to trashwalk" (Mode, vom Laufsteg zum Abfallweg), erstrahlte in neuem Glanz als "Refashion", from trashwalk to catwalk. Schüler der Justus-von-Liebig-Schule zeigten im Jugendkulturzentrum Forum junge, kreative und trendige Mode, die aus bereits gebrauchten Materialien hergestellt wurde - Mode, die den Zuschauern, darunter auch die Landtagsabgeordnete Helen Heberer, Stadträtin Regina Trösch und zahlreiche Bezirksbeiräte, erkennbar Spaß machte. Die Modenschau war der Abschluss des jahrgangsübergreifenden Recyclingsprojektes "Refashion" der Textilabteilung der beruflichen Schule.

Bei dem Projekt, das im September 2008 begann, setzten sich die Schüler mit dem Thema Textilrecycling auseinander. Sie stellten fest, dass durch die immer kurzlebigere Mode Kleidungsstücke zu schnell zur Altkleidersammlung gegeben werden: in Deutschland bis zu 750 000 Tonnen pro Jahr. Umweltbewusst beschäftigten sich die Schüler im Schuljahr 2008/2009 mit den Recyclingmöglichkeiten von Alttextilien. Sie sammelten Berge von Altkleidern und aussortierten Heimtextilien und ließen sich von diesen Materialien zu neuen Bekleidungskreationen inspirieren.

Projektleiterin Marianne Sienknecht bekannte, dass sie anfangs schon ein bisschen Angst gehabt hätten bei dem Gedanken an so viel Altmaterial. Sie berichtete über die Verwandlung der Schüler. Viele, die erst skeptisch waren, wurden immer kreativer, begeisterter und haben sich am Ende selbst übertroffen. 87 Modelle haben die Schüler insgesamt angefertigt, von verspielten Kleidungsstücken mit viel Rüschen, Spitzen und Stickereien bis zu futuristischer Mode aus Metallstoffen - schrill und abgefahren: Höhepunkt der gekonnt und mit einem Augenzwinkern präsentierten Modenschau war der Auftritt eines prächtig gekleideten Liebespaares aus der Mozartzeit.

Eine Körperpflegeklasse kümmerte sich um die Frisuren und das Make-up der 35 Models. Schüler der Friseurklassen zeigten experimentellen Kopfschmuck aus Abfallprodukten. Eine Raumausstatterklasse "pimpte" alte Stühle auf. Eine Kooperationsklasse - eine berufsvorbereitende Klasse mit Schülern aus Förderschulen - fertigte die Dekorationsobjekte. Schulleiterin Elsbeth Ruiner dankte allen Beteiligten für diese "Superschau". Sie zeigte, wie wichtig der traditionelle Beruf "Schneider/in" sein kann, "dass es auch anders geht in unserer Konsumgesellschaft". Durch die zwei aufeinanderfolgenden Modenschauen mit jeweils 300 Gästen führte Isabelle Adjadi. Im Foyer gab es eine Ausstellung zum Entstehungsprozess des Projekts sowie Produkte zum Thema. ost

Mannheimer Morgen
25. März 2009

Homepage Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de