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Neue Chancen für Umschüler im Erzieher- und Pflegebereich

Veröffentlicht am 25.11.2015 in Pressemitteilungen

Staatssekretärin Marion v. Wartenberg: Umschulungen bieten Jobperspektiven in krisensicheren Berufen.

Seit dem Schuljahr 2013/2014 erprobt das Land eine Zertifizierung seiner öffentlichen beruflichen Schulen, um von der Arbeitsagentur geförderten Umschülerinnen und Umschülern insbesondere im Erzieher- und Pflegebereich eine berufliche Perspektive bieten zu können. Der Ministerrat hat gestern (24. November) beschlossen, die Erprobung in eine dauerhafte Aufgabe zu überführen. „Mit der Zertifizierung haben wir ein flächendeckendes Angebot an beruflichen Schulen geschaffen, das mehr Menschen als bisher Jobperspektiven in krisensicheren Berufen eröffnet. Die Erprobung hat gezeigt, dass wir durch diesen Weg langfristig einen Beitrag zur Fachkräftegewinnung leisten können“, betont Staatssekretärin Marion v. Wartenberg.

 

Über 100 öffentliche berufliche Schulen verschiedener Typen (Pflege, Erziehung, gewerblich, kaufmännisch) haben bislang an der Zertifizierung nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) teilgenommen. Dafür wurde am Regierungspräsidium Stuttgart eine landesweit zuständige Trägerstelle eingerichtet, die das für die Zertifizierung notwendige Qualitätsmanagement steuert. Im vergangenen Schuljahr 2014/2015 haben rund 330 Personen eine Umschulung an öffentlichen beruflichen Schulen begonnen. Im laufenden Schuljahr sind es bereits rund 440 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Hinzu kommen derzeitig rund 170 Schülerinnen und Schüler, die eine geförderte duale Berufsausbildung in Kooperationen zwischen Bildungsträgern und Berufsschulen durchlaufen. „Wir gehen davon aus, dass wir auf diesem Weg in Zukunft mindestens 300 Personen pro Jahr erreichen werden“, sagt die Staatssekretärin. Schwerpunkte der Umschulungen liegen in der Altenpflege und Erziehung. Auch die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit wertet den Aufbau der Zertifizierung als großen Erfolg, weil damit flächendeckend zertifizierte Angebote in Baden-Württemberg verfügbar sind.

 

Schulen beurteilen Zertifizierung als sehr gut

In den beiden Jahren der Projektlaufzeit wurden die teilnehmenden Schulen zu ihrer Zufriedenheit mit dem Projekt befragt. Sowohl die Struktur der Zertifizierung als auch die bereitgestellten Unterstützungs- und Beratungsangebote beurteilten die Schulen durchweg als sehr gut. Als sehr hilfreich schätzten die Schulen die begleitenden Fortbildungsveranstaltungen ein. Die Umschülerinnen und Umschüler werden von den Schulen als Bereicherung für die Schulgemeinschaft gesehen.

 

Für die dauerhafte Aufnahme von Umschülerinnen und Umschülern an den beruflichen Schulen entstehen für das Land keine Kosten, da sich die Zertifizierung durch Mittel der Bundesagentur für Arbeit finanziert.

 

 

Weiterführende Informationen

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales schreibt die Zertifizierung von Bildungseinrichtungen zur Aufnahme von Umschülerinnen und Umschülern über das Sozialgesetzbuch vor. Am 23. Juli 2013 beschloss die Landesregierung die Erprobung der Zertifizierung von öffentlichen beruflichen Schulen gemäß der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV).

 

Weitere Informationen wie etwa „Häufige Fragen zur Zertifizierung“, eine Standortliste oder Angaben zum Qualitätsmanagement finden sich hier: www.azav.kultus-bw.de

 

 

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg

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