Dr. Boris Weirauch: „Es kann nicht sein, dass die Landesregierung die baden-württembergische Wirtschaft im Stich lässt“
Dr. Boris Weirauch: „Es kann nicht sein, dass die Landesregierung die baden-württembergische Wirtschaft im Stich lässt“
Die SPD-Landtagsfraktion bekräftigt ihre Forderung nach einem längst überfälligen Einwanderungsgesetz auf Bundesebene einschließlich der Möglichkeit eines „Spurwechsels“ für Geflüchtete in Ausbildung und Arbeit. „Das Innenministerium darf hier nicht weiter gegen die Interessen der baden-württembergischen Wirtschaft handeln“, erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Dr. Boris Weirauch. "Es kann nicht sein, dass die Landesregierung weiterhin keine Lösung präsentiert und die Unternehmen und die dort beschäftigten Geflüchteten mit drohender Abschiebung im Stich lässt.“
Auf der Höhe der Flüchtlingskrise haben viele baden-württembergische Unternehmen die Willkommenskultur unterstützt und sind auf Geflüchtete zugegangen, haben Geld und Kraft in deren Ausbildung investiert. „Werden diese Geflüchteten nun aber plötzlich abgeschoben, ist dies weder im Sinne einer gelungenen Integration noch der wirtschaftlichen Interessen der baden-württembergischen Unternehmen“, so Weirauch. Deshalb fordert die SPD-Fraktion bis zur Etablierung eines bundesweiten Einwanderungsgesetzes die Möglichkeiten zu einem „Spurwechsel“ nach Vorbild des § 26 Absatz 2 der Beschäftigungsverordnung auszudehnen. Mit einem „Spurwechsel“ bezeichnet die SPD die Schaffung einer Möglichkeit zum Übertritt aus einem Asylverfahren zu einem Aufenthaltstitel basierend auf der ausgeübten Tätigkeit. „Wir haben mit diesem Instrument bei Geflüchteten aus den Ländern des Westbalkans bereits sehr gute Erfahrungen gemacht“, erklärt Weirauch die Forderung. „Die Asylanträge aus diesen Ländern haben sich dramatisch reduziert, weil wir den Menschen die Möglichkeit geboten haben, einen Aufenthaltstitel über ein geregeltes Arbeitsverhältnis zu erlangen.“
Weirauch hatte in einer parlamentarischen Anfrage Auskunft verlangt über die Zahl der Flüchtlinge, die derzeit eine Ausbildung durchlaufen oder einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen, und wie viele Menschen ihre Tätigkeit aufgrund drohender Abschiebung beenden mussten (Drucksache 16/2446). Die Antworten des Ministeriums seien auf viele seiner Fragen unbefriedigend. „Doch eins wird auf jeden Fall deutlich: Es geht um überschaubare Fallzahlen, die nichtsdestotrotz für den jeweiligen Arbeitgeber von großer Bedeutung sind", resümiert Weirauch. "Oft könnte dem Problem schon mit einer sinnvollen Auslegung von Ermessensspielräumen durch die Ausländerbehörden begegnet werden.“ Dass fleißige, gut integrierte Geduldete, die von ihren Arbeitgebern dringend gebraucht werden, abgeschoben werden müssten, widerspreche dem gesunden Menschenverstand.
Der Antrag und die Antworten des Wirtschaftsministeriums werden am 18. Oktober im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau behandelt, wo Weirauch die Forderung seiner Fraktion nach einer Lösung im Sinne der betroffenen Unternehmen bekräftigen wird.
Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg
hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.
(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
Rotes aus der Ortenau
findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de
26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen
25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen
14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen
14.09.2026 17:54 Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise
Regulatorischer Spritpreisdeckel zur Entlastung von Verbraucherinnen und Verbrauchern Die steigenden Spritpreise sorgen erneut für Belastungen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Angesichts der Tatsache, dass die Preise an den Zapfsäulen auch jetzt wieder stärker und schneller gestiegen sind, als der Ölpreis und die Verarbeitungs- und Transportkosten es zu rechtfertigen vermuten, fordern wir erneut einen regulatorischen Spritpreisdeckel zur… Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise weiterlesen
14.09.2026 17:53 Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland
Schließung deutscher Goethe-Institute in Russland ist großer Fehler Nancy Faeser, zuständige Berichterstatterin: Seit dem 13.09.2026 schließt Russland die Goethe-Institute in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg. Die SPD-Bundestagsfraktion kritisiert die Entscheidung als schweren Rückschlag für den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch. Die Institute stärken die Verbindungen zwischen Deutschland und der russischen Zivilgesellschaft über Regierungen hinaus. „Die Schließung der… Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland weiterlesen
Ein Service von info.websozis.de