Zufallsfoto

Ministerium für Finanzen und Wirtschaft fördert vier Stellen für sogenannte Kümmerer zur Integration von Flüchtlingen

Veröffentlicht am 23.12.2015 in Pressemitteilungen

Finanz- und Wirtschaftsminister Schmid: „Wir wollen jungen Flüchtlingen rasch eine berufliche Perspektive geben und Betriebe bei der Ausbildung von Flüchtlingen unterstützen"

Um Flüchtlingen rasch eine berufliche Ausbildung zu ermöglichen, fördert das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft in den Jahren 2016 und 2017 im Rhein-Neckar-Kreis insgesamt vier Stellen für sogenannte Kümmerer. Rund 371.000 Euro stehen dafür bereit. Die Kümmerer haben die Aufgabe, für eine Ausbildung geeignete junge Flüchtlinge zu identifizieren, zu betreuen und passgenau auf Praktikums- und Ausbildungsplätze zu vermitteln. Zudem unterstützen sie die Betriebe.

„Die Menschen, die zu uns fliehen, wollen hier eine neue Heimat finden. Dazu gehört auch eine Ausbildung, denn Ausbildung und Beschäftigung sind die beste Integration“, sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid am Mittwoch (23. Dezember 2015). „Mit Hilfe der Kümmerer bekommen junge Flüchtlinge eine berufliche Perspektive. Gleichzeitig erhalten die Unternehmen, die Flüchtlinge ausbilden wollen, durch die Kümmerer die Unterstützung, die sie benötigen. Denn Flüchtlinge sind künftige Fachkräfte.“

Für die Kümmerer im Rhein-Neckar-Kreis ist je eine Stelle bei der Handwerkskammer Mannheim, bei der Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar, beim Förderband e.V. Mannheim und beim Internationalen Bund angesiedelt.

Den Bewilligungsbescheid für die Handwerkskammer Mannheim hat Staatssekretär Peter Hofelich vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft anlässlich eines Besuchs der Handwerkskammer bereits persönlich an den Präsidenten Alois Jöst übergeben. „Viele Betriebe, gerade auch im Handwerk, suchen nach geeigneten Bewerbern für ihre Ausbildungsplätze“, berichtete der Staatssekretär. „Die Bereitschaft, Flüchtlinge auszubilden, ist groß. Wir wissen aber auch, dass es noch viele Unsicherheiten bei den Unternehmen gibt. Deshalb fördern wir mit den Kümmerern tatkräftige Unterstützer.“ Er betonte, dass für Ausbildungsbetriebe eine verlässliche Aufenthaltsperspektive für junge Flüchtlinge in Ausbildung besonders wichtig sei. Diese müsse über die Zeit der Ausbildung gelten, besser noch für zwei weitere Jahre der Beschäftigung.

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft hatte das Programm „Integration durch Ausbildung - Perspektiven für Flüchtlinge“, in dessen Rahmen die Kümmerer gefördert werden, erstmals ausgeschrieben. Die Resonanz auf die Ausschreibung war sehr groß. „Das immense Interesse zeigt den Bedarf und die Bereitschaft der Kammern und Betriebe, sich für die Ausbildung von Flüchtlingen zu engagieren“, sagte der Minister. „Mit landesweit 37,5 Stellen für Kümmerer haben wir ein flächendeckendes Netz von Ansprechpartnern in Baden-Württemberg.“

Gefördert werden die Stellen mit insgesamt 3,6 Millionen Euro, das Geld fließt an 29 Träger in Baden-Württemberg. „Bei einem Betreuungsschlüssel von mindestens 1:20 können die Kümmerer rund 750 Flüchtlinge landesweit betreuen“, stellte Schmid fest. „Unser Ziel ist es, dass von den 750 Flüchtlingen zum Ausbildungsjahr 2016/2017 rund 500 in eine Einstiegsqualifizierung oder eine Ausbildung vermittelt werden.“

Zielgruppe des Programms sind junge Flüchtlinge mit geringem Förderbedarf und guten Chancen auf eine Vermittlung in eine Ausbildung. Voraussetzung ist, dass sie das Sprachniveau und die sonstigen Voraussetzungen für eine betriebliche Ausbildung im Wesentlichen mitbringen. In der Regel sind die Flüchtlinge hoch motiviert; weil sie aber das Ausbildungssystem in Deutschland nicht kennen, benötigen sie Unterstützung.

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de