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Minister Stoch und Jacques-Pierre Gougeon, Rektor der Akademie Straßburg, besiegeln deutsch-französische Zusammenarbeit

Veröffentlicht am 17.01.2015 in Landespolitik

Kultusminister Stoch: „In einem zusammenwachsenden Europa eröffnen grenzübergreifende Qualifizierungen für junge Menschen viele zusätzliche Chancen und Möglichkeiten. 'Azubi-BacPro' ist in dieser Hinsicht ein wegweisendes Projekt.“

Seit Beginn des Schuljahres 2014/2015 kooperieren berufliche Schulen in Baden-Württemberg und im Elsass im länderübergreifenden Modellprojekt 'Azubi-BacPro'. Auszubildende auf beiden Seiten des Rheins können dabei eine Zusatzqualifikation erwerben, die ihnen weitere Berufschancen eröffnet. Anlässlich des Deutsch-Französischen Tags haben sich Kultusminister Andreas Stoch MdL und Jacques-Pierre Gougeon, Rektor der Akademie Straßburg, heute (23. Januar) getroffen und eine Absichtserklärung zur deutsch-französischen Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung unterzeichnet. „Mit diesem wegweisenden Modellprojekt kommen wir einem Europa ohne Grenzen einen Schritt näher. Ich wünsche mir, dass viele junge Menschen die Gelegenheit zur grenzübergreifenden Begegnung und Qualifizierung nutzen“ sagte Kultusminister Stoch beim Treffen in der Hotelfachschule "Alexandre Dumas" in Illkirch/Straßburg.

 

Seit über zehn Jahren treffen sich Vertreter des Kultusministeriums und der Aka­demie, um die deutsch-französische Freundschaft zu feiern. „Das ist jedes Jahr ein besonderer Tag für uns alle. Nach den abscheulichen terroristischen Anschlägen in Frankreich ist es mir heute jedoch ein besonderes Anliegen, hier zu sein und unseren französischen Partnern und Freunden unsere Solidarität und tiefe Verbundenheit auszusprechen“, betonte Stoch.

 

Im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens stand das Modellprojekt 'Azubi-BacPro'. In diesem Modellprojekt setzen sich seit Beginn des Schuljahres 2014/2015 je vier berufliche Schulen in einzelnen gewerblichen, kaufmännischen und hauswirtschaftlichen Berufen in Baden-Württemberg und im Elsass das Ziel, Fachinhalte im Partnerverbund teilweise gemeinsam zu unterrichten. Weitere Schwerpunkte des Projekts sind ein berufsbezogener Fremdsprachenunterricht sowie ein Praktikum während der Ausbildung im jeweils anderen Land. Neu ist die Entwicklung eines Lehrplans in "interkultureller Kompetenz", der von einem deutsch-französischen Lehrerteam erarbeitet wird. Erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen dieser Zusatzqualifikation erhalten ein Zertifikat, das sie für das Berufsleben in besonderer Weise auszeichnet.

 

Den anschließenden Rundgang über den "Markt der Möglichkeiten" nutzten Minister Stoch und Rektor Gougeon, um mit den Schülerinnen und Schülern über ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Projekt ins Gespräch zu kommen.

 

 

Beteiligte Schulpartnerschaften im Modellprojekt 'Azubi-BacPro'

 

1.

Illkirch:

Lycée des métiers de l’hôtellerie et du tourisme Alexandre Dumas

(commercialisation et services en restauration)

Bad Überkingen:

Paul-Kerschensteiner-Schule

(Hotel- und Gaststättenbereich)

2.

Pulversheim:

Lycée polyvalent Charles de Gaulle

(Electrotechnique, Energie et Equipements communicants)

Emmendingen:

GHS Emmendingen

(Elektrotechnik/Mechatronik/Metallbereich)

3.

Saint-Louis:

Lycée Jean Mermoz

(Commerce)

Karlsruhe:

Walter-Eucken-Schule Karlsruhe (Kaufmännische Berufe)

4.

Colmar:

Lycée polyvalent Schongauer

(Commerce)

Bad Säckingen:

Rudolf Eberle Schule

(Kaufmännische Berufe)

 

 

 

 

 

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