Zufallsfoto

Mentrup: "Schnellstmöglich aus der Atomkraft aussteigen."

Veröffentlicht am 22.03.2011 in Pressemitteilungen

v.l.v.r. Mentrup, Krück, Block

Die Veranstaltung war längst geplant gewesen, doch unter dem Eindruck der Geschehnisse in Japan erhielt sie ungeahnte Aktualität und Brisanz: Die Diskussion zum Thema Atomenergie, zu der die SPD- Rheinstetten in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Weißrussland 25 Jahre nach Tschernobyl geladen hatte.

Diskutanten waren Mirko Krück, Leiter der EnBW-Repräsentanz in Stuttgart, und Harry Block, beim BUND Karlsruhe zuständig für Emissionen und Atom. Während Krück, der sich wie alle Beteiligten sichtlich geschockt über den Atomunfall in Japan zeigte, zu bedenken gab, dass ein Ausstieg nicht innerhalb von zwei Jahren möglich sei, plädierte Block dafür, so schnell als möglich, auf die Nutzung der Kernkraft zu verzichten. Er kritisierte nicht nur die von der schwarz-gelben Bundesregierung im Herbst beschlossene Laufzeitverlängerung, auch der Atomkonsens von Rot-Grün ging ihm nicht weit genug. „Es gibt keine sicheren und unsichere Atomkraftwerke. Das ist eine Illusion. Atomkraftwerke sind unsicher.“

Auch die Frage, wie die Endlagerung des deutschen Atommülls aussehen soll, löste Kontroversen aus. Block forderte, den Müll oberirdisch, jederzeit zugänglich und überwacht endzulagern, außerdem in denjenigen Regionen, in denen er produziert wurde. „Aus den Augen, aus dem Sinn - das ist mit uns nicht zu machen!“, so Block. Krück hielt dagegen: „Wir haben gute Gründe für Gorleben“, gab jedoch auch zu bedenken, dass es sich dabei um eine Frage handele, die von der Politik beantwortet werden müsse.

An diesen Punkt knüpfte Moderator Mentrup an. Seiner Meinung nach gibt es zwei sich grundlegend unterscheidende Wege: zum Einen eine Sicherheitsdebatte darüber, welches Atomkraftwerk noch wie lange weiterlaufen dürfe; zum Anderen ein Beschluss, so schnell als möglich auszusteigen und schneller als geplant, die notwendigen Grundlagen bezüglich regenerativer Energien zu schaffen. Mentrup selbst machte kein Hehl daraus, dass er für Letzteres plädiert. „Diskussionen über sichere und unsichere Kraftwerke bringen uns nicht weiter. Was wir brauchen sind auch nicht Tricks, sondern ein Konzept für den Ausstieg aus der Atomkraft. Als Erstes müssen in Baden-Württemberg Neckarwestheim I und Philippsburg I endgültig stillgelegt werden.“ Alle weiteren Schritte müssten Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in einem intensiven Dialog klären und mit einem Bürgerentscheid unumstößlich machen. Mentrup: "Unser klares Zielist, den Ausstieg aus der Atomenergie zu beschleunigen."

Homepage Dr. Frank Mentrup MdL

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen

09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de