Staatssekretär aus Ettlingen erläutert neue Kultuspolitik
Staatssekretär aus Ettlingen erläutert neue Kultuspolitik
Bericht der BNN Ettlingen vom 4.7.2011 - Verfasser: Helmut Zahnleiter
„Staccatoartig“ ging Frank Mentrup (SPD), Staatssekretär im baden-württembergischen Kultusministerium, durch die Bildungspolitik. Begrüßt durch die Vorsitzenden Martin Keydel und Dörte Riedel ging es in einer gemeinsamen Veranstaltung von FDP und SPD in der SSV-Gaststätte im Baggerloch um „Grün-rote Schulpolitik: Revolution oder Evolution?“ Wichtig sei, so Mentrup, dass wir ins Gespräch kommen und im Gespräch bleiben. Dabei würden vor allem zwei Forderungen von den Gesprächsteilnehmern vorgebracht: Keine Reformen mehr und vier Wochen vor den Sommerferien muss klar sein, wie es im September weitergeht.
Soviel jedenfalls versicherte der Staatssekretär: Bildung wird eines der großen Schwerpunktthemen der neuen Landesregierung sein. Dazu wolle man auch die Grunderwerbssteuer erhöhen, der Mehrerlös fließe ausschließlich in diesen Bereich. Bereits für den vorschulischen Bereich sei eine ganztägige Betreuung der Kinder nötig, damit Defizite ausgeglichen werden können. Mittel für zusätzliche Sprachförderung sollten zudem schnell und unbürokratisch fließen.
Bei den Schulen bringe eine Senkung des Klassenteilers nichts, wenn nicht ein geändertes pädagogisches Konzept dahinter stehe. Ein großer Schwerpunkt werde die Ganztagesschule sein, die, im Schulgesetz verankert, Bildungserfolg unabhängig vom Elternhaus mache. Dazu bedürfe es aber verbindlicher Absprachen mit den Kommunen. Mentrup attestierte, dass Baden-Württemberg ein gut ausgebautes Förderschulsystem hat, dennoch müsse es jedem Kind, gleich mit welchem Handicap, möglich sein, eine Regelschule zu besuchen. Zum Besuch einer weiterführenden Schule soll die Grundschulempfehlung bleiben, aber ohne Verpflichtung und mit mehr Beratung. Zunehmen werde sicher die Realschule, der ab übernächstem Schuljahr zusätzliche Fördermöglichkeiten eingeräumt werden sollen. Bei Haupt- und Werkrealschule solle die „Notenhürde“ von neun nach zehn fallen, um mehr Kinder in das 10. Schuljahr zu bekommen.
Allen weiterführenden Schulen sollte die Möglichkeit zur Gemeinschaftsschule eröffnet werden, dies brauche aber noch Zeit. Schnell könne das Angebot kommen, dass Schulträger auch einen G9-Zug anbieten können. Dazu solle die Unterstufe um ein Jahr ergänzt werden.
Angesprochen wurde in der Diskussion die U3-Förderung. Hier denke man über eine zusätzliche Förderung zu den Betriebskosten nach. Bildungserfolg definiere sich für ihn, so Mentrup auf eine Frage, in einer Schullandschaft, in der es keine Schulabbrecher mehr gebe und in der jede Schule ihren Schülern Angebote mache, damit sie zu einem Abschluss kommen. Brennpunktschulen sollten mehr Stunden erhalten, dafür gelte es einen Schlüssel zu finden. Bei den Schulleiterstellen sei die zeitliche Befristung das langfristige Ziel. Hier gebe es aber noch Probleme mit dem Beamtenrecht.
Die von der Bundes-CDU anvisierte Oberschule, in der Hauptschule und Realschule aufgehen, ist für Mentrup der falsche Weg, obwohl es diese Schulform in einigen Bundesländern schon gebe. Eine Absage erteilte er auch einem bundeseinheitlichen Abitur, nötig seien aber einheitliche Bildungsstandards. Abschließend betonte Staatssekretär Mentrup, dass kein Schulabschluss durch die angestrebten Änderungen in seiner Qualität verschlechtert werden soll. Helmut Zahnleiter
Homepage Dr. Frank Mentrup MdL
hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.
(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
Rotes aus der Ortenau
findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de
04.09.2026 17:57 Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026
Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026 Die SPD-Bundestagsfraktion hat auf ihrer heutigen Klausursitzung folgende Beschlüsse gefasst: Wirtschaftliche Abhängigkeiten reduzieren, Klimaanpassung vorantreiben Damit Fortschritt bei allen ankommt: gute Arbeit im KI-Zeitalter Beide Beschlusspapiere finden Sie auch hier.
03.09.2026 17:58 Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt
Wir gratulieren Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung zum Staatsminister für Sport und Ehrenamt. Damit hat das Warten auf die Nachbesetzung von Christiane Schenderlein endlich ein Ende. Als zweifacher Olympiasieger bringt Rauhe umfangreiche eigene Erfahrungen aus dem Spitzensport mit. Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „Ich gratuliere Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung. Nach dem Wechsel von… Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt weiterlesen
02.09.2026 17:59 Jasmina Hostert zum KiTa-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz
Gute Startchancen für jedes Kind – starke Kitas, starke Familien Jasmina Hostert, familienpolitische Sprecherin: Heute hat das Kabinett den Entwurf für ein KiTa-Startchancen- und -Qualitätsentwicklungsgesetz beschlossen. Das Gesetz soll bundesweite Qualitätsstandards für Kindertagesbetreuung einführen und die Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern verbessern. Der Bund will die Länder dafür von 2027 bis 2034 mit rund 9,25 Mrd.… Jasmina Hostert zum KiTa-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz weiterlesen
01.09.2026 18:01 Russische hybride Angriffe: Bundesregierung muss entschlossen handeln
Der Fund der mit Sprengstoff beladenen Drohne auf dem Leipziger Flughafen beruht auf einer durch Russland gesteuerten Aktion. Es ist wichtig, dass die Bundesregierung darauf entschieden reagiert und den Aggressor konkret benennt. Die nun angekündigten Maßnahmen sind zu begrüßen. Russland muss unmissverständlich klargemacht werden, dass Angriffe auf deutschem Boden nicht folgenlos bleiben. Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:… Russische hybride Angriffe: Bundesregierung muss entschlossen handeln weiterlesen
24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen
Ein Service von info.websozis.de