
Im Kreismedienzentrum Heidenheim Herr Hollein (li) mit Herrn SPD-Landtagsabgeordneten Andreas Stoch
Am vergangenen Dienstag besuchte der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch das Kreismedienzentrum des Landkreises Heidenheim.

Am vergangenen Dienstag besuchte der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch das Kreismedienzentrum des Landkreises Heidenheim.
Zunächst wurden ihm vom Leiter des Kreismedienzentrums, Rudolf Hollein, die Räumlichkeiten im Gebäude an der Brenzstraße gezeigt. Bei einem Rundgang wurden die mit modernster Technik ausgestatteten Seminarräume, insbesondere aber auch das vielfältige Angebot an Medien vorgestellt. Man hält hier ein großes Angebot an Verleihmedien für den schulischen Bereich, aber auch für Vorschuleinrichtungen zur Verfügung.
Im Anschluss an diesen Rundgang fand sodann ein ausführliches Gespräch über Chancen und Risiken der Mediennutzung, besonders bei Kindern und Jugendlichen, statt. MdL Stoch war, gerade auch im Hinblick auf seine Funktion als medienpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, sehr interessiert daran, welche Rolle im Bereich der Medienerziehung Institutionen wie das Kreismedienzentrum einnehmen können.
Im Laufe des Gesprächs, an dem neben dem Leiter des Kreismedienzentrums auch die weiteren Mitarbeiter, Herr Viktor Wagner und Herr Jan von der Osten teilnahmen, wurde die vielfältige Palette des Angebots des Kreismedienzentrums vorgestellt. So wurde u.a. auch auf die Schulungs- und Seminarangebote für Erzieherinnen bzw. für den vorschulischen Bereich hingewiesen. Erörtert wurde in diesem Zusammenhang auch die Problematik, dass Kinder und Jugendliche heute bereits in einem sehr frühen Alter mit verschiedenen Medien in Kontakt kommen, so dass nicht nur die medienpädgogische Schulung der Kinder und Jugendlichen selbst, sondern insbesondere auch der Eltern, Erzieher und Lehrer notwendig ist.
Einen Schwerpunkt im Gespräch nahm dabei auch die Frage des Missbrauchs von Medien im Zusammenhang mit gewaltverherrlichenden Darstellungen ein. Man beobachte in der jüngeren Generation eine Herabsenkung der Hemmschwellen, da in den Medien Gewalt, sei dies in körperlicher oder psychischer Ausprägung, allgegenwärtig sei. In diesem Zusammenhang spielte beim Gespräch auch die immer stärker auftretende Problematik des sogenannten Internet-Mobbings eine Rolle.
Es wurde in diesem Zusammenhang angedacht, ob nicht durch Zusammenarbeit mit anderen Trägern, z.B. dem das Jugendrechtshaus tragenden Verein G-Recht e.V., eine stärkere Außenwirkung erreicht werden kann. Hier könnte durch gezielte Schulung der sozialen, aber auch der Mediennutzungskompetenz pädagogisch sinnvoll eingewirkt werden.
Kritisch beleuchtet wurden außerdem die Initiativen der Landesregierung, u.a. die Kinderland-Stiftung. Andreas Stoch führte hierzu aus, dass es grundsätzlich ein guter Ansatz sei, Finanzmittel für diese Arbeit einzusetzen. Die Initiative des Landes dürfte sich jedoch nicht auf Imagekampagnen oder. „bunte Bilder“ beschränken. Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dürfe der Ansatz der Vorbeugung, gerade auch durch eine frühzeitige Medienerziehung, nicht an die Seite gedrängt werden. Ziel muss Ziel sein, durch eine entsprechende Medienerziehung Werte zu vermitteln und damit soziale Kompetenz zu schulen.
Homepage Andreas Stoch
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(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
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