Zufallsfoto

MdL Stoch bei der VHS Heidenheim: Integration erfolgreich fortsetzen

Veröffentlicht am 10.11.2010 in Pressemitteilungen

Aus aktuellem Anlass besuchte der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch die Volkshochschule Heidenheim. Leiterin Elisabeth Asche bat den Parlamentarier um Unterstützung, da eine Neuregelung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Durchführung von Integrationskursen vor allem im ländlichen Raum erschwert.

Die vor kurzem erlassenen Durchführungsbestimmungen des BAMF für Integrationskurse bereiten den Volkshochschulen erhebliche Probleme, informierte VHS-Leiterin Elisabeth Asche den Landtagsabgeordneten bei seinem Antrittsbesuch. Als wichtige Bildungsträger seien die VHS nicht gehört worden und sehen nun in ländlichen Gebieten die zügige, flächendeckende Versorgung von Migrantinnen und Migranten mit Sprachkursen in Gefahr.

Der Wegfall des Anspruchs auf Wiederholerkurse für Teilnehmer, die das Lernziel nach dem ersten Kurs nicht erreicht haben, sieht Elisabeth Asche als großes Integrationshemmnis, da diese Menschen häufig keinerlei schulische Bildung erlangt haben. In diesen Kursen erwerben sie nicht nur Sprachkompetenz, sondern auch Kenntnisse der deutschen Kultur, die ihr Integrationsvermögen deutlich erhöhen. Die Anhebung der Mindestteilnehmerzahl für Alphabetisierungskurse von acht auf zehn erschwert die notwendige individuelle Förderung und häufig müssen Interessenten vor allem im ländlichen Raum lange warten, bis ein solcher Kurs zustande kommt. Weiterhin wurde die Genehmigung von Teilzeit- zugunsten von Tageskursen stark eingeschränkt, was Berufstätigen und insbesondere Müttern eine Teilnahme erschwert. Migranten, die sich freiwillig zum Integrationskurs anmelden, werden neuerdings mit einer Sperrfrist von drei Monaten belegt. „Damit wird Integration erschwert, statt erleichtert“, kritisierte Asche. Das entspräche dem integrationsfeindlichen Klima, das derzeit von konservativer Seite angeheizt werde, kommentierte Andreas Stoch die Ausführungen. „Wer von Integration spricht, gleichzeitig aber die Bedingungen dafür dermaßen verschlechtert, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt oder will sie nicht erkennen“.

Als neue Leiterin will Elisabeth Asche die Volkhochschule Heidenheim für breitere, auch bildungsfernere Schichten zugänglich machen. Ein Beispiel ist das Engagement in der „Sozialen Stadt“. Um junge Menschen an das lebenslange Lernen heranzuführen, möchte die VHS auch noch mehr mit Schulen und den Trägern in der außerschulischen Jugendarbeit zusammenarbeiten. Dazu bedürfe es aber ausreichender personeller und finanzieller Mittel, so Asche. Das ursprüngliche Finanzierungskonzept der Volkshochschulen sieht eine Drittelfinanzierung aus Kursgebühren, Unterstützung durch Kommune und Förderung durch das Land vor. „Tatsächlich aber müssen wir 63 Prozent aus Kursgebühren erwirtschaften, 31 Prozent kommen von der Stadt und lediglich drei bis vier Prozent erhalten wir vom Land oder aus anderen staatlichen Mitteln“, stellte Asche die finanzielle Situation dar. Die dadurch hohen Kursgebühren führten natürlich zu einer nicht vertretbaren sozialen Auslese, sind sich VHS-Leiterin und Landtagsabgeordneter einig. Es dürfe nicht sein, dass dadurch Interessenten der Zugang zu lebensbegleitender Bildung verwehrt werde. „Auch bei den Volkshochschulen darf nicht der Geldbeutel über Bildungschancen entscheiden“, versprach Stoch, sich für eine Besserung der Situation einzusetzen.

Homepage Andreas Stoch

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de