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MdL Kaufmann (SPD) im Gespräch mit 60 jungen Auszubildenden

Veröffentlicht am 20.05.2009 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 20. Mai 2009

Schwerpunkte des Gespräches waren Situation auf dem Ausbildungsmarkt und an den beruflichen Schulen

Zu einem Gespräch trafen sich dieser Tage der SPD-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Rastatt/Murgtal, Gunter Kaufmann, mit 60 jungen Erwachsenen aus dem Landkreis Rastatt, die derzeit beim Internationalen Bund (IB) Rastatt in einer beruflichen Ausbildungsmaßnahme sind. Diese nutzten einen Besuch in Stuttgart und dabei auch des baden-württembergischen Landtages, um sich mit dem Parlamentarier, der zugleich Sprecher für berufliche Bildung der SPD-Landtagsfraktion ist, über die Situation auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu unterhalten.

Dabei wurde schnell deutlich, dass die jungen Auszubildenden vor allem die derzeitige Wirtschaftskrise und deren Auswirkungen auf den Arbeits- und Auszubildendenmarkt wie einer fehlenden Perspektiver für diese, umtreibt. Gunter Kaufmann mahnte dabei mehr gemeinsame Anstrengungen des Landes, der Wirtschaft und der Kammern an. „In der jetzigen Situation dürfe kein junger Erwachsener unversorgt bleiben und auf der Straße stehen“, so der Parlamentarier. Die Angebote des IB als freier Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit seien dabei eine Möglichkeit, Jugendlichen eine Perspektive zu geben, die es gelte, weiter zu unterstützen. So befinden sich dank der engen Zusammenarbeit des IB mit Schulen, Betrieben und Ämtern die 60 jungen Erwachsenen allesamt in dualen Ausbildungen. Die Bandbreite reicht dabei von Metallbauer Fachrichtung Konstruktionstechnik über Einzelhandelskaufmänner- und -frauen, medizinische Fachangestellte bis zur Buchhändlerin. Die begleitenden Lehrkräfte verwiesen in dem Zusammenhang auf die relativ hohen Übernahmequoten in reguläre Beschäftigung nach dem Angebot des IB einer Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Ausbildungsstätte.

Gunter Kaufmann rief die Jugendlichen dazu auf, bei der Arbeitssuche Weiterbildungs- und -qualifizierungsangebote zu nutzen und ggf. auch mal den Blick über den Tellerrand zu werfen und z.B. auch Möglichkeiten der Ausbildung und Arbeit für eine gewisse Zeit im Ausland in Betracht zu ziehen. Neben den beruflichen Erfahrungen, würden hierdurch auch kulturelle und sprachliche Kompetenzen erworben, die für das weitere Berufsleben hilfreich sind. Bei den Weiterbildungs- und -qualifizierungsangebote sieht er dabei vor allem die Unternehmen in der Pflicht.

Raum nahmen in der Diskussion zudem die Entlohnung und die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn sowie die derzeitige räumliche, personelle und finanzielle Ausstattung der beruflichen Schulen im Land, vor allem an den mittelbadischen Schulen, ein. Gunter Kaufmann verwies dabei darauf, dass zu befürchten sei, dass angesichts der wirtschaftlichen Krise noch mehr junge Menschen in die beruflichen Schulen drängen werden.

Bereits heute kämpften viele Schulen zudem mit Unterrichtsausfall. So fielen landesweit über vier Prozent des Unterrichts aus. Zu diesem strukturellen Ausfall des Pflichtunterrichts komme zudem noch Unterrichtsausfall in ähnlicher Größenordnung wegen Krankheit oder Lehrerfortbildung. Gunter Kaufmann versprach zusammen mit seinem Mitarbeiter Klaus Eckert aus Bühl, sich in solchen Fällen auch gerne bei den entsprechenden Stellen um kurz- und mittelfristige Lösungen zu bemühen.

Homepage Gunter Kaufmann

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