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MdL Kaufmann (SPD): Forderung nach Aufnahme aller Bewerber in beruflichen Gymnasien zum Schuljahresbeginn 2010/2011

Veröffentlicht am 16.04.2010 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 16. April 2010

SPD-Landtagsabgeordneter: 579 Bewerbern stehen nur 490 Plätze gegenüber

Aufgrund der zunehmenden Anzahl an Bewerbern und Bewerberinnen für den Übergang von der Realschule und den allgemeinbildenden Gymnasien in die Eingangsklasse (Klassenstufe 11) der öffentlichen beruflichen Gymnasien im Landkreis Rastatt, stellte sich für den SPD-Landtagsabgeordneten Gunter Kaufmann die Frage, inwieweit alle Bewerbungen Aussicht auf Übernahme in die gewünschte fachliche Ausrichtung haben.

Da in den vergangenen Jahren nicht alle Bewerber und Bewerberinnen einen Schulplatz an der für sie in Frage kommenden Einrichtung, trotz geforderter Eingangsvoraussetzung, erhielten, wollte der SPD-Parlamentarier mit einer Anfrage an die Landesregierung wissen, wie sich die Situation für das kommende Schuljahr darstellt und wie viele Schülerinnen und Schüler sich bis zum Anmeldeschluss am 01. März 2010 an den öffentlichen Gymnasien im Landkreis Rastatt gemeldet haben und woher die Bewerber kamen.

Bezüglich der Herkunftsschularten, so die Antwort des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, differenziert die Erhebung zwischen Interessenten, die sich mit einem Realschulabschluss oder der Mittleren Reife an allgemein bildenden Gymnasium bewerben. Diese Zahl hat in den letzten fünf Jahren um 28 Prozent (von 452 auf 579) zugenommen. Wenn im neuen Schuljahr an der Anne-Frank-Schule in Rastatt eine weitere Klasse hinzukommt, stehen 490 Plätze an den landkreiseigenen beruflichen Gymnasien zur Verfügung. Tatsächlich liegen jedoch bereits 579 Bewerbungen vor, so dass rund 15 Prozent der Bewerber mit einer Absage rechnen müssen. Die Anfrage von Kaufmann zielte daher drauf ab, wie die fehlenden Plätze angeboten werden können.

Der Stellungnahme des Kultusministeriums zufolge ist die Kapazität an den beruflichen Gymnasien in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut worden. Gunter Kaufmann wurde zugesichert, dass das Kultusministerium auch in Zukunft, im Rahmen der zur Verfügung stehenden Ressourcen, die beruflichen Gymnasien weiter ausbauen will, um damit ein räumlich erreichbares und qualifiziertes Unterrichtsangebot an den schulischen Einrichtungen sicher zu stellen. Ob dies allerdings in jedem Falle in der gewünschten Fachrichtung liegt, konnte seitens der Ministerin jedoch nicht zugesagt werden.

Insofern fordert Gunter Kaufmann, dass immer deutlich mehr Schulplätze angeboten werden müssen als Bewerber vorhanden sind, um auch den Schülern eine Auswahl für die einzelnen Fachrichtungen zu ermöglichen.

Homepage Gunter Kaufmann

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