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MdL Gunter Kaufmann (SPD) setzt sich für Realschulzug an Hauptschulen in Forbach und Weisenbach ein

Veröffentlicht am 29.01.2009 in Pressemitteilungen

Grund- und Hauptschule Weisenbach

Pressemitteilung vom 29. Januar 2009

Unterstützung für Vorschlag der beiden Bürgermeister Kußmann und Huber

Tatkräftige Rückendeckung in ihrem Engagement für den Erhalt der Schulstandorte in Forbach und Weisenbach haben die beiden Bürgermeister der Gemeinden, Kuno Kußmann (CDU) und Toni Huber (CDU) nun vom SPD-Landtagsabgeordneten für den Wahlkreis Rastatt/Murgtal, Gunter Kaufmann, erhalten. In einem Antrag, den er dieser Tage im Landtag einbrachte, unterstützt er deren Anliegen, einen Realschulzug an den Hauptschulen in Forbach und Weisenbach einzurichten. Das Thema wird daher zunächst im Schulausschuss des Landtags auf die Tagesordnung kommen.

„Mit meiner Unterstützung können die beiden Gemeinden rechnen“, macht Gunter Kaufmann deutlich, der auch Mitglied der SPD im Schulausschuss des Landtags ist. In einem Schreiben an den Kultusminister hatten die beiden Bürgermeister unlängst vorgeschlagen, für die beiden Gemeinden eine gemeinsame Haupt- und Realschule einzurichten. Dies könne etwa dadurch geschehen, dass in Weisenbach die Klasse 5 bis 7 und in Forbach die Klassen 8 bis 10 unterrichtet würden.

„Die derzeit von der Landesregierung propagierte Werkrealschule stellt für beide Kommunen keine Lösung dar, da auch bei einer Zusammenlegung beider Schulen die Zweizügigkeit nicht erreicht werden kann“, betonte Kaufmann. Um daher das Ausbluten einer der beiden Schulen zu vermeiden und da der Weg bis zur nächsten Realschule in Gernsbach je nach Ort 5 bis 25 Kilometer betrage, hätten die Kommunen einen innovativen Vorschlag unterbreitet, den er gerne zum Wohl der Kinder unterstütze, so der SPD-Parlamentarier. Der Vorschlag hätte zudem den positiven Nebeneffekt, dass es zukünftig die bereits jetzt aus allen Nähten platzende Realschule in Gernsbach, in der Schüler deswegen in Containern unterrichten werden müssten, entlastet.

Sein Einsatz sei ein lebendiges Beispiel, dass in der Politik eben nicht nur Parteiinteressen eine Rolle spielen. Auch wenn der Vorschlag von zwei CDU-Bürgermeistern unterbreitet wurde, müsse er deswegen ja nicht schlecht sein, erklärte Gunter Kaufmann. Es gehe einzig darum, angesichts der örtlichen Gegebenheiten die beste Bildungspolitik für die Menschen in der Region zu machen.

Dennoch befürchtet der SPD-Landtagsabgeordnete, dass das Kultusministerium der Idee nicht folgen werde. Viele andere Kommunen, v.a. auch im ländlichen Raum, hätten ähnliche Sorgen, eine wohnortnahe Schulversorgung in Zukunft sicher zu stellen. Auch dort seien vielfach innovative, neue Vorschläge integrativer Schulformen von den Schulen und den Kommunen erarbeitet worden, die aber zu großen Teilen vom Kultusministerium abgelehnt worden seien.

Die Landesregierung müsse endlich erkennen, dass sie mit ihrem ideologisch fixierten Festhalten an der jetzigen Form der Hauptschulen und der Dreigliedrigkeit des Schulsystems gegen den Willen vor Ort und den Wunsch vieler Eltern agiere, kritisiert Gunter Kaufmann. Vielfach sind aufgrund des Schülerschwunds einzügige Hauptschulen in ihrer Existenz bedroht.

Homepage Gunter Kaufmann

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