Zufallsfoto

MdL Gunter Kaufmann (SPD): „Land unterläuft Konzept der Eigenständigkeit der Schulen“

Veröffentlicht am 05.04.2009 in Pressemitteilungen

Pressemtteilung vom 03. April 2009

Kultusministeriums gegen Bewerbung von beruflichen Schulen als Träger von berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen

Mit Unverständnis reagiert der SPD-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Rastatt/Murgtal, Gunter Kaufmann, auf die Antwort des Kultusministers Helmut Rau (CDU) auf einen Antrag des SPD-Parlamentariers, der es beruflichen Schulen ermöglichen sollte, sich selbst an Ausschreibungen der Bundesagentur für Arbeit für die Durchführung von berufsvorbereitenden Maßnahmen zu beteiligen. Seitens der Arbeitsagentur bestünden dagegen keine Einwände.

Bisher ist eine Teilnahme an den Ausschreibungen allerdings nicht möglich. Stattdessen werden die berufsvorbereitenden Maßnahmen, die v.a. lernbehinderten Schülern aus dem Förderschulbereich zu Gute kommen, die häufig spezielle Fachklassen besuchen, von freien Bildungsträgern realisiert. Die Schulen haben zudem keine Einflussmöglichkeit auf die Auswahl der Bildungsträger durch die Bundesagentur für Arbeit, moniert Gunter Kaufmann.

Anstatt den beruflichen Schulen Spielräume einer eigenen Betätigung einzuräumen, beharrt die CDU/FDP-Landesregierung auf ihrer Position, wonach die Durchführung berufsvorbereitender Maßnahmen nach dem SGB III nicht zum Aufgabenkreis der öffentlichen Schulen gehöre, kritisiert der SPD-Parlamentarier. Die restriktive Position sei schwer nachvollziehbar, wenn man allerorten das Hohelied auf die Autonomie und das eigenständige Arbeiten der Schulen im Land singe, so Gunter Kaufmann.

Häufig sei in den beruflichen Schulen selbst das nötige KnowHow vorhanden, um als Träger solche berufsvorbereitenden Maßnahmen, die v.a. der beruflichen Eingliederung Jugendlicher oder junger Erwachsener, die die allgemeine Schulpflicht bereits erfüllt haben, dienen sollen, selbst durchzuführen. Davon habe er sich bei seinen zahlreichen Besuchen in beruflichen Schulen und Vor-Ort-Termine überzeugen können.

Er hätte sich zumindest gewünscht, dass die Schulen Einfluss auf die Auswahl der Bildungsträger durch die Bundesagentur für Arbeit nehmen könnten. So bleibe es dabei, dass die Bildungsträger, die den Zuschlag der Bundesagentur für Arbeit für die Verwirklichung der berufsvorbereitenden Maßnahme erhalten haben, auf die berufliche Schule zugehen und die Beschulung an einem Tag pro Woche an der beruflichen Schule nachfragen.

Dass diese Angebote der freien Bildungsträger qualitativ hochwertig seien, stehe außer Frage, stellt der SPD-Landtagsabgeordnete klar. Wenn solches Wissen allerdings nicht nur dort, sondern auch personell an den beruflichen Schulen vorhanden sei, verstehe er das Land nicht, warum dieses Potenzial nicht abgerufen werde und in Anspruch genommen werden könne.

Homepage Gunter Kaufmann

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de