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MdL Gunter Kaufmann (SPD): „Kroatische Kinder können genauso gut deutsch wie deutsche Kinder“

Veröffentlicht am 05.04.2007 in Pressemitteilungen
Pressemitteilung vom 05. April 2007

Rastatter SPD-Landtagsabgeordneter besucht muttersprachlichen Unterricht kroatischer Kinder im Gebäude des Caritasverbandes / Begleitung durch kroatische Generalkonsulin.^

„Die Schülerinnen und Schüler mit kroatischer Herkunft, die in Rastatt den muttersprachlichen Zusatzunterricht besuchen, sprechen genauso gut deutsch wie gleichaltrige deutsche Kinder. Davon konnte sich der SPD-Landtagsabgeordnete und Vorsitzender der Rastatter SPD-Stadtratsfraktion, Gunter Kaufmann, bei einem Besuch des muttersprachlichen Zusatzunterrichts für kroatische Schulkinder im Hauptgebäude des Caritasverbands für den Landkreis Rastatt e.V. in der Rastatter Carl-Friedrich-Straße überzeugen.

Begleitet wurde er bei seinem Besuch nicht nur durch deren Geschäftsführer Norbert Rauscher, sondern auch durch die kroatische Generalkonsulin Dr. Vera Tadic und Jadranka Fumic-Belamaric vom kroatischen Generalkonsulat in Stuttgart.

Gunter Kaufmann lobte dabei ausdrücklich die spontane Bereitschaft des Caritasverbands, nach der „Vertreibung der Kinder aus den Rastatter Schulen“ mit kirchlicher Unterstützung den kroatischen Schulkindern Räume in ihrem Haus für den muttersprachlichen Unterricht zur Verfügung gestellt zu haben. Dennoch sei allen Beteiligten klar, dass dies kein Dauerzustand, sondern lediglich ein Provisorium sei, das alles andere als angemessen ist für Schulunterricht. „Kinder gehören in die Schule und nicht in den Keller“ machte der SPD-Parlamentarier in Anspielung auf die Tatsache, dass der Unterricht in den Räumen im Untergeschoss des Gebäudes stattfindet, deutlich. Zudem fehle eine Schultafel und anderes technisches Equipment, das in den Schulen vorhanden wäre. Der Gemeinderat könnte hier Vor-Ort noch mal überprüfen, ob die Entscheidung, die Schulräume für diesen Unterricht zu verweigern, sinnvoll war.

Insgesamt würden 24 Kinder einmal die Woche Donnerstag nachmittags für zweieinhalb Stunden unterrichtet, führten die beiden Lehrerinnen Vesna Fabijonov und Ljubica Tadvo aus. Die Schülerinnen und Schülern seien dabei in eine Gruppe für die Grundschulkinder und eine für die Kinder weiterführender Schulen aufgeteilt. Von letzterer Gruppe besuche ein Drittel Rastatter Gymnasien. Die anderen gehen zum überwiegenden Teil in die Realschule und haben mit Deutsch ebenfalls keine Probleme. Eine Zertifizierung der Sprachkenntnisse in den Zeugnissen würde zudem den Zugang auf den Arbeitsmarkt erleichtern, betonte Kaufmann.

Generalkonsulin Dr. Vera Tadiæ machte zudem nochmals klar, dass der muttersprachliche Unterricht von den Konsulaten der jeweiligen Herkunftsländer bezahlt werde. Die Förderung der Mehrsprachigkeit nutze den Kindern, aber auch der Gesellschaft insgesamt, da Sprachkenntnisse einen unschätzbaren Vorteil in dem zusammenwachsenden Europa darstellen, betonte Gunter Kaufmann zum Abschluss des Unterrichtsbesuchs.

Homepage Gunter Kaufmann

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