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MdL Gunter Kaufmann (SPD) in Sorge um Berufsausbildung für Schulabgänger in der Region

Veröffentlicht am 24.08.2009 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 24. August 2009

Ergebnis eines Gespräches in der Agentur für Arbeit in Rastatt: „Es gibt noch zu wenig Lehrstellen“

Auf Initiative des SPD-Landtagsabgeordneten Gunter Kaufmann fand dieser Tage ein Gespräch in den Räumen der Agentur für Arbeit in Rastatt statt. Neben dem Leiter der Bundesagentur für Arbeit, Herrn Jens-Ole Olsen, stand auch Frau Dr. Carolin O’Sullivan dem Parlamentarier Rede und Antwort auf Fragen zur allgemeinen Situation auf dem Ausbildungsmarkt für die derzeitigen Schulabgänger. Das Ergebnis konnte Gunter Kaufmann nicht zufrieden stellen, da im Bezirk der Arbeitsagentur Rastatt bislang nur für rund ein Drittel der Bewerber eine Lehrstelle zur Verfügung gestellt werden konnte.

Von den 1.800 Bewerbern um einen Ausbildungsplatz im hiesigen Arbeitsagentursbezirk müssen sich daher viele mit einer Übergangslösung zufrieden geben.

Um den noch nicht versorgten jungen Leuten die Möglichkeit für eine Fort- und/oder Weiterbildung zu bieten, legte die Agentur für Arbeit einige Angebote vor, durch die die Jugendlichen selbst bzw. die Ausbildungsstätten finanziell unterstützt werden. So können für 125 Ausbildungswillige berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen angeboten werden; für weitere 97 sind Einstiegsqualifizierungen vorgesehen. Angebote für Berufsausbildungen in außerbetrieblichen Einrichtungen liegen für 112 Interessenten vor und für 160 Bewerber können ausbildungsbegleitende Hilfen genutzt werden. Der finanzielle Einsatz der Agentur für Arbeit beläuft sich dabei für die verschiedenen Maßnahmen je nach Ausbildungsart zwischen 268 Euro und 1.210 Euro im Monat.

Es gibt allerdings auch noch 314 unbesetzte Lehrstellen. Dies hängt, so Jens-Ole Olsen, auch damit zusammen, dass die schulischen Leistungen der Bewerber sich mit den Erwartungen der Ausbildungsstätten nicht in Einklang bringen lassen und viele Jugendliche damit dem geforderten Ausbildungsprofil nicht gerecht werden. Insofern seien auch die Schulen gefordert, die notwendige Ausbildungsreife sicher zu stellen. Hierzu muss das Kultusministerium die notwendigen Ressourcen bereit stellen, damit die Schulen auch dazu in der Lage sind. Daher Kaufmanns Forderung an die Landesregierung: „Nicht tatenlos zuzusehen, wie immer mehr junge Leute wenig Aussicht auf eine Lehrstelle oder einen Platz in einer weiter qualifizierten beruflichen Schule haben“. Das Versprechen: „Kein Abschluss ohne Anschluss“, stellt sonst nichts als eine leere Sprechblase dar, so der SPD-Landtagsabgeordnete abschließend.

Homepage Gunter Kaufmann

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