Pressemitteilung vom 01. Oktober 2010
Der Rastatter SPD-Landtagsabgeordnete Gunter Kaufmann und Bürgermeister Ernst Kopp, Kandidat der SPD des hiesigen Wahlkreises für die kommende Landtagswahl im März 2011, erörterten mit dem neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung der Rastatter Agentur für Arbeit, Horst Sahrbacher, die aktuelle Arbeitsmarktsituation in Mittelbaden. Die beiden Kommunalpolitiker nahmen dies zum Anlass, sich auch über die allgemeine Situation auf dem Lehrstellenmarkt im Bezirk der Arbeitsagentur Rastatt ein Bild zu machen.
Horst Sahrbacher machte auf die schwierige Situation aufmerksam, die der demografische Wandel auch auf dem Arbeitsmarkt hinterlässt. So zeigt sich zum Beispiel, dass sich die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen im Landkreis Rastatt in den beiden letzten Jahren ins Minus entwickelt haben.
Insbesondere im Bereich der technischen Unternehmen sei eine Zentralisierung auf den Raum der Stadt Karlsruhe festzustellen, was negative Auswirkungen auf die Region Mittelbaden habe, so Horst Sahrbacher. Daher sei die mittelbadische Region gut beraten, entsprechend Kräfte in der Wirtschaft zu bündeln, um hier kein Beschäftigungs-Vakuum entstehen zu lassen.
Die SPD-Politiker wiesen auf den zu erwartenden Fachkräftemangel hin, der entsteht, wenn die aus dem Arbeitsmarkt ausscheidende ältere Generation nicht mehr adäquat ersetzt werden kann. Dass die vorhandenen Lehrstellen im Landkreis ausreichen um diesen Fachkräftemangel überhaupt auffangen zu können, wird von Gunter Kaufmann bezweifelt.
Der SPD-Parlamentarier möchte, dass alle Schulabgänger, die weder einen Ausbildungsplatz bekommen noch eine weiterführende Schule besuchen, zumindest eine zweijährige Grundausbildung in einem Berufsfeld angeboten bekommen. Hier ist die Landesregierung gefordert, an den beruflichen Schulen entsprechende Angebote zu ermöglichen.
Bürgermeister Ernst Kopp schlug vor, den Gesprächsaustausch zweimal im Jahr vor zu nehmen, um auf die Entwicklungen und die Ergebnisse auf dem Arbeitsmarkt im Laufe des Jahres besser reagieren zu können. Für die Durchsetzung der SPD-Forderung, dass jeder Jugendliche ein Anrecht auf eine berufliche Ausbildung erhalten muss, werden sich Gunter Kaufmann und Ernst Kopp auch weiterhin voll einsetzen.