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MdL Gunter Kaufmann (SPD) fordert angemessene Rahmenbedingungen für Lehrer an zukünftigen Haupt- und Werkrealschulen

Veröffentlicht am 04.11.2009 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 04. November 2009

SPD-Landtagsabgeordneter Gunter Kaufmann: „Neuberechnung der Allgemeinen Entlastungskontingentstunden dringend nötig“

Der SPD-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Rastatt/Murgtal, Gunter Kaufmann, fordert die Landesregierung auf, zukünftig den Lehrern an Haupt- und Werkrealschulen die gleiche Entlastung zukommen zu lassen wie an den Realschulen bereits üblich.

„Wenn an die Haupt- und Werkrealschulen die gleichen Anforderungen gestellt werden wie an Realschulen und beide auch den mittleren Bildungsabschluss vermitteln sollen, ist eine unterschiedliche Behandlung nicht gerechtfertigt.“ Derzeit erhalten die Lehrkräfte an den Realschulen für die Verwaltungsaufgaben eine um ca. 40 Prozent höhere Stundenzahl zugewiesen als die Hauptschulen/Werkrealschulen. So liegt der Berechnungsfaktor pro Klasse für Verwaltungsaufgaben an Grund- und Hauptschulen mit 0,35 niedriger als der bei Realschulen, wo er bei 0,5 liegt.

Für den SPD-Landtagsabgeordneten ist klar, dass durch die zum neuen Schuljahr eingeführte Werkrealschule zusätzliche Belastungen auftreten. Werkrealschulen sollen es laut Wunsch der Landesregierung begabten Hauptschülern ermöglichen, in einem 10. Hauptschuljahr die Mittlere Reife erlangen. Verschiedene Prüfungsvorgänge in Klassen 9 und 10, die soziale Integration der aus mehreren Herkunftsschulen zusammengewürfelten Klassen, die Neuorganisation der Lehr-, Unterrichts- und Arbeitsmaterialien – all das wird zu einem enorm steigenden Arbeitsaufwand an den Schulen führen, prophezeit Gunter Kaufmann. „Das Land lässt die Lehrer jedoch mit der Problematik im Regen stehen“, kritisiert der SPD-Parlamentarier.

In einem Antrag wollte Gunter Kaufmann daher von der CDU/FDP-Landesregierung nun eine Verbesserung einfordern und wissen, mit welcher Entlastung die Lehrkräfte an der neuen Werkrealschule rechnen können und inwieweit sie den Realschulen gleichgestellt werden. Die enttäuschende Antwort von Kultusminister Rau (CDU): Es bleibt alles beim Alten.

Auch der Mehrbelastung, die es vor allem in der ersten Phase der Umstellung, etwa auch durch die Erstellung neuer Schulprofile, geben wird, wird also an anderer Stelle nicht Rechnung getragen, kritisiert Gunter Kaufmann. „Das wäre das Land den Lehrern in Baden-Württemberg schuldig gewesen.“

Gunter Kaufmann bekräftigt aber auch nochmals sein grundsätzliches Nein zur neuen Schulart „Werkrealschule“. Damit forciert die Landesregierung aus seiner Sicht die Schließung von zahlreichen Schulstandorten. Zudem sei die neue Werkrealschule lediglich ein Etikettenschwindel. Die Probleme des dreigliedrigen Schulsystems könnten dadurch nicht gelöst werden. „Wer motivierte Lehrer haben will und aus ideologischen Gründen nicht an der Hauptschule rütteln will, muss die Wertschätzung der Arbeit der Lehrer daher eben z.B. durch eine Neuberechnung der Allgemeinen Entlastungskontingentstunden für Werkrealschulen beibringen“, so Gunter Kaufmann abschließend.

Homepage Gunter Kaufmann

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