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MdL Gunter Kaufmann (SPD): „Eltern mit Kindern in mittelbadischen Gymnasien sind mit 8-jährigem Gymnasium unzufrieden"

Veröffentlicht am 27.10.2008 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 27. Oktober 2008

SPD-Landtagsabgeordneter weist auf vorliegendes Ergebnis der Umfrage zum achtjährigen Gymnasium (G8) hin und lädt die Eltern in den Landtag nach Stuttgart ein.

Die Eltern der Klassen fünf bis acht der allgemein bildenden Gymnasien im Landkreis Rastatt und der Stadt Baden-Baden haben sich nahezu gleichlautend kritisch zum G8 an unseren Bildungseinrichtungen ausgesprochen. Darauf weist der SPD-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Rastatt/Murgtal und SPD-Betreuungsabgeordnete für den Wahlkreis Baden-Baden/Bühl, Gunter Kaufmann, in einer Pressemitteilung hin. Die Ergebnisse der Umfrage werden den Elternvertretern der Klassen 6 bis 9 über die jeweiligen Gymnasien zugesandt.

Die Umfrageergebnisse für den Landkreis Rastatt und den Stadtkreis Baden-Baden können auf dieser Homepage in der Rubrik "Dokumente" in Form einer PowerPoint-Präsentation heruntergeladen werden.

Gunter Kaufmann äußerte sich sehr zufrieden über die Teilnahme in seinem Wahlkreis an der landesweiten G8-Umfrage. Insgesamt seien 531 Fragebogen an ihn zurückgesandt worden, davon 375 aus dem Landkreis Rastatt. Rund 71 Prozent der Eltern, die geantwortet hätten, sind mit dem achtjährigen Gymnasium in der derzeitigen Form unzufrieden und würden sich in der Mehrzahl für einen neunjährigen Gymnasialzug für ihr Kind entscheiden, wenn es ein solches Angebot gäbe.

Seit der Einführung des G8 würden viele Eltern über eine zu hohe Belastung ihrer Kinder durch die Schule klagen. 77 Prozent der Eltern bestätigten in der Umfrage, dass dies auch für ihre Kinder zutrifft. Auf die Frage der Gesamtbelastung der Kinder durch die Schule im G8-Zug antworteten 63 Prozent der Eltern, dass eine Gesamtstundenbelastung durch Unterricht, Hausaufgaben und Stoffwiederholung von über 40 Stunden pro Woche vorliege. Damit wird den Kindern eine Arbeitsbelastung zugemutet, die höher ist als bei vielen Berufstätigen, kritisiert Gunter Kaufmann.

Der SPD-Landtagsabgeordnete zog hieraus den Schluss, dass es auch vier Jahre nach verbindlicher Einführung des G8 immer noch große Probleme gibt. Die Landesregierung verschleiere die Realität wenn sie behauptet, dass in 85 Prozent der Fälle das G8 problemlos funktioniere. Die große Mehrheit der Eltern wünsche sich parallele G8- und G9-Züge, machte der SPD-Parlamentarier deutlich. Dabei sollen sich die beiden Züge hinsichtlich der Qualität nicht unterscheiden, allerdings sollen die Schülerinnen und Schüler im G9-Zug mehr Zeit haben, um die erforderlichen Unterrichtsziele zu erreichen, so Gunter Kaufmann.

Als Schlussfolgerung sind nach Auffassung der SPD-Landtagsfraktion grundlegende Veränderungen an den Gymnasien des Landes notwendig. Dazu gehöre der Ausbau einer individuellen Förderung, die Bekämpfung des hohen Unterrichtsausfalls durch zusätzliche Stellen für Krankheitsstellvertretungen, eine Reduzierung der Stofffülle, der Beginn der 2. Fremdsprache in der Regel erst in der 6. Klasse sowie der Wegfall einer Benotung der Vergleichsarbeiten.

Zu der Frage „Wie soll es weitergehen?“ lädt der SPD-Parlamentarier zusammen mit der SPD-Landtagsfraktion alle Eltern zu einer öffentlichen Veranstaltung am Samstag, den 29. November 2008 in das Haus des Landtags nach Stuttgart ein. Nähere Infos finden sich unter http://bildungsaufbruch.bawue.spd.de.

Homepage Gunter Kaufmann

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