Pressemitteilung vom 21. März 2009
Bewerberandrang insbesondere an den Fachschulen der Automobilstandorte
Den Ausbau der Fachschulen für Technik an den Automobilstandorten im Land fordert der SPD-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Rastatt/Murgtal, Gunter Kaufmann. Die so genannten Technikerschulen sind ein weiterbildendes Angebot für Aufsteiger mit abgeschlossener Berufsausbildung und Berufspraxis. Der SPD-Abgeordnete hatte sich bereits an das Kultusministerium gewandt und auf die steigenden Anmeldezahlen für diese Schulart unter anderem auch im Landkreis Rastatt an den Standorten Gaggenau und Rastatt hingewiesen.
Die Krise in der Automobilindustrie hat vermehrt die Beschäftigten in dieser Branche veranlasst, sich mit einer Weiterbildung zu qualifizieren, berichtet der SPD-Parlamentarier. Die Unternehmen sind offensichtlich auch daran interessiert, dass ihre Mitarbeiter während des Einbruchs bei Produktion und Beschäftigung die Möglichkeiten zur Fortbildung nutzen. Vielfach werden auch Wiedereinstiegszusagen von den Unternehmen gegeben.
An den beruflichen Schulen kann neben dem staatlich geprüften Techniker auch gleichzeitig die Fachhochschulreife erworben werden. Allerdings fehlen an den Schulen zur Zeit die Ressourcen, um diese Angebote zu erweitern. Dies wurde Gunter Kaufmann auch von der entsprechenden Abteilung im Regierungspräsidium bestätigt. Der SPD-Landtagsabgeordnete will sich daher im Schulausschuss des baden-württembergischen Landtags nochmals dafür einsetzen, dass die entsprechenden Lehrkräfte für den Bereich Maschinentechnik, Mechatronik und Kraftfahrzeugtechnik eingestellt werden.
Ab dem September dieses Jahres erhalten die Direkteinsteiger für den Schuldienst im Bereich Elektro- und Metalltechnik einen Zuschlag von bis zu 800 Euro auf das Gehalt. Gunter Kaufmann rechnet damit, dass dies für qualifizierte Lehramtsbewerber von Interesse sein kann. Auch die Technikerausbildung kann finanziell durch BAFÖG und Meister-BAFÖG gefördert werden. Techniker/innen können neben Meistern künftig nach einem Beschluss der Kultusministerkonferenz aus diesem Jahr bundesweit jedes Fach ihrer Wahl studieren.