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MdL Gunter Kaufmann fordert: „Schulstandorte vor Ort erhalten – keine Eile bei der Umsetzung der neuen Werkrealschule“

Veröffentlicht am 16.10.2009 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 16. Oktober 2009

Der SPD-Landtagsabgeordnete für den Wahlkrteis Rastatt/Murgtal, Gunter Kaufmann, plädiert in der aktuellen Diskussion um die neue Werkrealschule dafür, Schulstandorte vor Ort zu erhalten und sich nicht unnötig unter Zeitdruck setzen lassen. „Die Schulträger sollten nun nicht hastig die Werkrealschule beantragen und dabei möglicherweise bestehende wohnortnahe Schulstandorte aufs Spiel setzen“, so Gunter Kaufmann. So beziehe sich die Frist zur Beantragung der Werkrealschule am 15. Dezember 2009 auf das Schuljahr 2010/11. Doch auch für die darauf folgenden Schuljahre könnten die Schulträger noch entsprechende Anträge bei der Schulverwaltung stellen, so dass bei der Umsetzung der Werkrealschule nach Ansicht des Parlamentariers keine Eile besteht.

Gunter Kaufmann rief die Schulen, Eltern, Schulträger, Vereine, Kirchen, die Wirtschaft und weitere Beteiligte dazu auf, in einen Prozess der umfassenden und langfristig angelegten Schulentwicklung einzusteigen. Dabei könnten auch Konzepte entwickelt werden, die über die starren schulgesetzlichen Vorgaben hinausgehen. „Wir brauchen Konzepte, die die Bildungschancen der jungen Menschen verbessern und die Schule im Dorf lassen“, so der SPD-Politiker. Die Beteiligten vor Ort bräuchten größere Handlungsspielräume, um pragmatische und innovative Schulkonzepte umsetzen zu können.

Viele Gemeinden haben sich bereits auf den Weg gemacht, eigene innovative Projekte zu entwickeln und sie zumindest als Modellversuch umzusetzen. Die SPD-Landtagsfraktion wird all diese Vorschläge im Landtag einbringen und entsprechend unterstützen. Gunter Kaufmann forderte daher einmal mehr grundsätzlich zehn Schuljahre für alle Kinder. Ein echter Realschulabschluss muss dabei an allen Schulen möglich sein.

Das Werkrealschulkonzept von CDU und FDP hingegen gefährde die knapp 800 einzügigen Hauptschulen (von insgesamt 1.200) in ihrer Existenz, kritisierte Gunter Kaufmann. Denn nach dem Konzept der Landesregierung soll die Werkrealschule mindestens zweizügig sein. „Für die einzügigen Hauptschulstandorte läutet demnach das Totenglöcklein. Die Kommunen bekommen nun die Konsequenzen für die verfehlte Schulpolitik der Landesregierung zu spüren“, so der Rastatter SPD-Landtagsabgeordnete, womit sich die Beteiligten vor Ort nicht abfinden dürften.

Homepage Gunter Kaufmann

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