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Mannheimer Morgen: Sozialdemokraten setzten sich für Schillerschule ein

Veröffentlicht am 16.08.2010 in Presseecho

Neckarau: Vertreter der Gemeinderatsfraktion vor Ort

Sozialdemokraten setzten sich für Schillerschule ein
Am kommenden Dienstag, 27. Juli, wird der Gemeinderat über die Schulen entscheiden, die zum Schuljahr 2011/12 Werkrealschule neuen Typs werden sollen. Die Schillerschule in Neckarau soll dazugehören, meint die SPD. Die Neckarauer Bezirksbeiräte setzen sich dafür ein, dass der größte Mannheimer Stadtteil eine Werkrealschule bekommen soll. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Stefan Fulst-Blei und die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Elke Stegmeier, befürworten die Einrichtung einer solchen Schule.

Bei einem Besuch vor Ort in der Schillerschule informierten sich die Sozialdemokraten über Kooperationen mit den außerschulischen Partnern, wie dem Kinderheim St. Anton, dem Jugendtreff Neckarau oder dem Internationalen Bund (IB).

"Das sind Pfunde, mit denen Sie wuchern können", forderte der Fraktionsvorsitzende die Schulleitung auf, offensiv für ihre Arbeit zu werben. Das erklärte Ziel der SPD sei es, schulische und außerschulische Bildungsangebote enger zu verzahnen und Schule in den Stadtteil hinein zu öffnen.

Auch die Kooperation mit der Jugendhilfe, wie sie die Schillerschule praktiziert, hält die SPD für sinnvoll. "Es ist in jedem Fall besser, Geld für die Prävention auszugeben und Schülern und Eltern Hilfsangebote zu machen als junge Menschen früh scheitern zu lassen", erklärte Stadträtin Stegmeier.

Solche Kooperationen funktionieren in Neckarau schon ganz gut, wie Schulleiter Stefan Bolay und sein Stellvertreter Thiemo Mast erklärten. Außerdem bestehe bei Schulleitung, Lehrerschaft und Eltern Einigkeit darin, in der neuen Werkrealschule den Ganztagsschulbetrieb einzuführen. Dies bekräftigten auch die Elternvertreter.

Wunsch nach neuen Schulgrenzen
Der Vorsitzende des Elternbeirats, Dr. Christoph Gutknecht, plädierte zudem dafür, die Schulgebietsgrenzen für die Grundschulen neu zu ziehen. Dies stieß bei der SPD grundsätzlich auf Zustimmung. Fraktionsvorsitzender Dr. Fulst-Blei verwies auf eine Initiative der SPD im Gemeinderat, in der seine Fraktion eine Grundschulkonzeption für Mannheim und damit auch eine Überprüfung der Grundschulbezirke eingefordert habe.

Fulst-Blei: "Überhaupt sind wir dran, intensiv über die künftige Schullandschaft in Mannheim nachzudenken." Unterstützt werde die Fraktion darin von Stadträtin Helen Heberer, die sich im Landtag für eine "bessere Bildungspolitik" engagiere. Die SPD strebe zumindest ein zweigliedriges Schulsystem an. In jedem Fall sollte es nach Vorstellungen der Sozialdemokraten ein längeres gemeinsames Lernen geben. red

Mannheimer Morgen
23. Juli 2010

Homepage Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.

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