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Mannheimer Morgen: Reise in europäische Musikmetropolen

Veröffentlicht am 17.08.2010 in Presseecho

Innenstadt: Benefizkonzert "Kultur am Herschelplatz" dar Maria-Montessori-Schule und des Freundeskreises Lichtblick

Reise in europäische Musikmetropolen
"Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren." Mit diesem Zitat Maria Montessoris eröffnete Helen Heberer, SPD-Landtagsabgeordnete und Stadträtin, das Benefizkonzert "Kultur am Herschelplatz" in der Aula der Eberhard-Gothein-Schule: "Kunst, Kultur und Sport geben jungen Menschen Selbstgefühl und vermitteln Schlüsselqualifikationen, die gefördert werden müssen."

Das bereits zum achten Mal stattfindende Konzert ist eine Initiative der Maria-Montessori-Schule und des Freundeskreis "Lichtblick e.V." mit dem Ziel, die Schule stärker in die Stadtmitte zu integrieren, das kulturelle Angebot zu bereichern, sowie die Öffentlichkeit für das Tätigkeitsfeld einer Förderschule zu sensibilisieren.

Den Höhepunkt des Benefizkonzerts bildete der Auftritt des Duos Ju-Hee Oh am Klavier und Teruyoshi Shirata an der Geige. Sie begeisterten das Publikum mit einer musikalischen Reise durch die Musikmetropolen der klassischen Musik Wiens, Mannheims und Paris. "Kultur ist sehr wichtig und muss bewahrt werden. Insbesondere bei jungen Menschen ist es wichtig, Kultur zu fördern", sagte Oh im Interview. Besonderen Anklang fand das triumphale Finale Shiratas in Maurice Ravels Sonate Perpetuum mobile, Allegro. "Das Projekt kann nur durchgeführt werden, weil die Künstler bereit sind, auf ihre Gage verzichten. Dafür übernehmen wir die komplette Planung und versuchen, unsere Schülerinnen und Schüler in die Organisation mit einzubeziehen", erklärte Barbara Asmussen, Sonderschuldirektorin der Maria-Montessori-Schule. So fand auch die interne Schulband "The Killers" als rockiges Kontrastprogramm bei den jüngeren Zuhörern neue Fans.

Sport wichtig für die Integration
"Soziale Projekte können nur durch die Menschen leben, die sie unterstützen", bedankte sich Claudia Hook, Vorsitzende des Freundeskreises "Lichtblick e.V.", für die Spenden. Die Gelder kommen dem Sportangebot als auch dem musisch-kreativen Bereich der Schule zu Gute. Im Einzelnen werden die Erlöse zur Förderung der schuleigenen Sportvereine Rugby, Unihockey (Floorball), so wie dem Skilanglauf verwendet. "Das Sportangebot unserer Schule stellt unser wichtigstes Integrationsprojekt dar", erläuterte Asmussen: "Es ist ein Erprobungsfeld zum Erlernen sozialer Kompetenzen." Neben dem Sport erhält auch die Schulband, sowie eine Musikwerkstatt für musikalisch begabte Schülerinnen und Schüler zwischen 9 und 14 Jahren finanzielle Unterstützung. Darüber hinaus sollen die Gelder auch für eine verstärkte Kooperation der Maria-Montessori-Schule und der Malschule Maldumal Verwendung finden. jes

Mannheimer Morgen
28. Juli 2010

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