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Mannheimer Morgen: Polizei erhält zusätzliches Personal

Veröffentlicht am 24.10.2012 in Presseecho

Mitte: SPD-Politiker sprechen mit Innenminister
Polizei erhält zusätzliches Personal

Von unserem Redaktionsmitglied Anke Philipp

Gute Nachricht aus Stuttgart: Die Landesregierung sagt Unterstützung für die Sicherheitslage im Jungbusch und in der Neckarstadt-West zu. Das ist laut Mannheimer SPD das Ergebnis einer Reise der Gemeinderatsfraktion in die Landeshauptstadt. Auf Initiative der Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Fulst-Blei und Helen Heberer sprachen die Politiker aus der Quadratestadt, unter ihnen die Bezirksbeiräte, mit Innenminister Reinhold Gall über die prekäre Lage der Zuwanderer aus Osteuropa. Dabei berichtete Gall, dass die Polizeiwachen in den Stadtteilen in den vergangenen Monaten mit zusätzlichen Kräften verstärkt worden seien. Außerdem sind, laut Innenministerium, aktuell bis zu 25 Bereitschaftspolizisten obendrein lageorientiert im Jungbusch und in der Neckarstadt-West im Einsatz. Gall sagte den Mannheimern zu, über weitere angebrachte Schritte mit dem Mannheimer Polizeipräsidium zu sprechen.

Versäumnisse erkannt

Boris Weirauch, Sprecher der SPD-Gemeinderatsfraktion für Sicherheit und Ordnung, zeigte sich nach dem Gespräch zufrieden, und auch Marianne Bade, sozialpolitische Sprecherin, begrüßte die Maßnahmen. Zusätzlich seien aber Stadt und Land gefordert, die soziale Thematik in den Quartieren anzugehen. "Gerade die Bereiche um die Schulen und Kindertagesstätten müssen sicher sein", so Stadtrat und Landtagsabgeordneter Dr. Stefan Fulst-Blei. Landtagsabgeordnete Helen Heberer warf der alten Landesregierung schwere Versäumnisse vor: "Wenn man Reviere wie das im Jungbusch schließt, darf man sich nicht wundern, dass an manchen Stellen nicht genug Einsatzkräfte vor Ort sind." Dies werde nun korrigiert.

Handeln erforderlich

Zuvor hatte Thorsten Riehle, SPD-Sprecher im Bezirksbeirat Neckarstadt-West, klargemacht, dass in seinem Stadtteil Handeln zwingend notwendig sei: "Die Anwohner sind sehr verunsichert". Über 150 Leute klagten bei einer Veranstaltung der SPD über Probleme. Allein diese Zahl verdeutliche den Leidensdruck. Kayed Sagalla, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Innenstadt/Jungbusch, sagte: "Im Jungbusch sind wir besonders um den sozialen Zusammenhalt besorgt: Dreck, Lärm und Anfeindungen machen uns allen schwer zu schaffen. Darum ist es wichtig, mit den Leuten und nicht nur über die Leute zu reden."

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 24.10.2012

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