Zufallsfoto

Mannheimer Morgen: Heberer: Der Sack ist noch nicht zu

Veröffentlicht am 02.10.2012 in Presseecho

Seckenheim: Podiumsdiskussion zum Thema „Neue Neckarbrücke L597“ / Befürworter wollen auch Edingen-Neckarhausen und Ladenburg ins Boot holen
Heberer: Der Sack ist noch nicht zu

Von unserem Mitarbeiter Achim Wirths

Wenig Neues ergab die Podiumsdiskussion zum Thema "Neue Neckarbrücke L597" im evangelischen Gemeindehaus in Seckenheim. Etwa 50 Gäste waren der Einladung gefolgt, um zu hören, was Politiker dazu zu sagen hatten, und um ihnen Fragen zu stellen. Ilvesheims Bürgermeister Andreas Metz hatte extra die Gemeinderatssitzung zeitlich nach hinten verschoben, um ebenfalls an der Diskussion teilnehmen zu können.

Dass die beiden Moderatoren, die Seckenheimer Bezirksbeiräte Ralf Busch und Ralph Waibel, der Veranstaltung nicht mehr Zeit eingeräumt hatten, brachte Vor- und Nachteile. Einerseits hatte der straff geführte und klug aufgebaute Ablauf - Statement, Fragen der Gäste, Schlussstatement - vermieden, dass das Thema zu epischer Breite ausgewalzt wurde. Auf der anderen Seite war die Zahl der Wortmeldungen dadurch begrenzt, und es war offensichtlich, dass der ein oder andere gern auch noch etwas gesagt hätte.

Hochklassiges Podium

Die Besetzung des Podiums darf durchaus als hochklassig bezeichnet werden. Neben den Landtagsabgeordneten Helen Heberer (SPD) und Wolfgang Raufelder (Grüne) waren die Stadträte Birgit Sandner-Schmitt (FDP), Konrad Schlichter (CDU) und Roland Weiss (Mannheimer Liste) nach Seckenheim gekommen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich alle pro neue Brücke ausgesprochen hatten, wenn auch die Argumente unterschiedliche Schattierungen aufwiesen.

Während Heberer sich darüber freute, dass endlich die hauptsächlich betroffenen Gemeinden Ilvesheim und Seckenheim Hand in Hand gingen ("Warum nicht schon früher?"), und sie aus Stuttgart die Information mitbrachte, dass Verkehrsminister Hermann gesagt habe, dass der Plan nicht endgültig sei ("Der Sack ist noch nicht zu."), betonte ihr Kollege Raufelder, dass die Region mit einer Stimme sprechen müsse. Er äußerte die Befürchtung, dass, nachdem die Straße planfestgestellt ist, aus Neckarhausen auf dem zivilrechtlichen Weg dagegen geklagt werde.
Leidige Diskussionen

Schlichter wetterte gegen die Landesregierung, die die Prioritäten falsch gesetzt hätte. "Seit 40 Jahren kämpfen wir dafür, dass der Verkehr raus kommt. Durch leidige Diskussionen ist das Vorhaben auf der Prioritätenliste verrutscht und Saukopftunnel und Branich vorgezogen worden." Seine Antwort auf die Frage, warum dann seine Partei in all den Jahren, in der sie an der Regierung war, die Brücke nicht schon längst realisiert habe, kann allenfalls mit ausweichend bezeichnet werden. Die Brückenbefürworter dürfte auch gefreut haben, dass sich Sandner-Schmitt nun auch mit der Prioritätenliste näher befassen will, um "deren Geheimnis zu ergründen".

Nachdem SPD-Bezirksbeirat Hans-Peter Alter monierte, dass nun eine Stunde über die Vergangenheit gesprochen worden sei, und die Journalistin Heike Warlich-Zink der gegenseitigen Schuldzuweisungen müde war, Gertraud Krawietz ihrem Zorn Luft gemacht hatte ("Autos direkt vorm Fenster, Umgehungsstraße kaum frequentiert, Häuser in der Hauptstraße wertlos"), kam es dann endlich zu einer Aussage der Disputanten, die gemeinsame Züge aufweist. Das Zauberwort lautet: gemeinsam.

Nur gemeinsam - mit Edingen-Neckarhausen und Ladenburg im Boot - könne die Brücke realisiert werden. Alle müssten am gleichen Strang ziehen, mit einer Stimme sprechen.

© Mannheimer Morgen, Montag, 01.10.2012

Homepage Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de