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Mannheimer Morgen: Haushaltssperre an Pädagogischer Hochschule

Veröffentlicht am 22.05.2009 in Presseecho

Bildung: Einnahmen durch Studiengebühren brechen um 1,15 Millionen Euro ein / 1200 Studenten demonstrieren spontan in der Innenstadt
Haushaltssperre an Pädagogischer Hochschule

"Wir haben mit dieser Summe in gar keiner Weise gerechnet." Rektor Michael Austermann (Bild) wurde von dem 1,15 Millionen großen Haushaltsloch, das an der Pädagogischen Hochschule (PH) klafft, kalt erwischt. Das Wissenschaftsministerium habe Kanzler Wolfgang Goihl nahegelegt, eine Haushaltssperre zu verhängen - was dieser jetzt auch tat.

"Wir hatten stabile Einnahmen bei den Studiengebühren eingeplant", erklärt Austermann. "Ein Minus von zehn Prozent hätten wir noch weich abfangen können." Doch die Einnahmen brachen um 33 Prozent ein. Hintergrund ist eine neue Regelung, die seit 1. März gilt: Studenten mit zwei oder mehr Geschwistern müssen keine Studiengebühren mehr bezahlen. Bis April gingen bei der PH 1150 Anträge ein.

"Wir haben noch kein Defizit", betont der Rektor. Von einer Pleite könne keine Rede sein. Doch ihre Ausgaben muss die PH nun deutlich einschränken. Die Verträge von zusätzlichen Lehr- und Hilfskräften werden nicht verlängert, einigen der Studenten muss gekündigt werden. Die abgeordneten Lehrer würden dafür zurückgeholt, so Austermann. Die 150 000 Euro teure Renovierung der Physik fällt ebenfalls flach: "Das geht nicht, obwohl die Geräte alt sind", bedauert der Rektor.
"Entwicklung nicht vorhersehbar"

"Der zur Verfügung stehende Gesamtetat lässt auch keine abpuffernde Maßnahmen zu", sagt Kanzler Goihl. Die Millionen-Lücke sei unvorhersehbar gewesen: "Bei der Gesetzesverabschiedung im Dezember 2008 wurde von Einbußen bei den Studiengebühren von etwa zehn Prozent ausgegangen." Das laufende Sommersemester und die bereits abgeschlossenen Lehrverträge sind laut PH noch nicht betroffen. Für die Mannheimer Landtagsabgeordnete Helen Heberer (SPD) zeigt der Fall, dass der Einnahmeausfall für die Hochschulen höher ist als bisher von der Landesregierung eingestanden.

Etwa 1200 Studenten machten gestern ihrem Unmut mit einer spontanen Demonstration Luft. Der Zug bewegte der Polizei zufolge von der PH in der Mönchhofstraße zum Bismarckplatz und von dort aus über die Hauptstraße zum Universitätsplatz. Die Demonstration blieb friedlich. Es kam vorübergehend zu Verkehrsbehinderungen. kjs

Mannheimer Morgen
20. Mai 2009

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