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Mannheimer Morgen: Daniel Born beklagt Mängelliste in der Bildungspolitik

Veröffentlicht am 06.09.2019 in Landespolitik

Wie unter anderem der Mannheimer Morgen berichtet, beklagt der Schwetzinger Landtagsabgeordnete Daniel Born eine Mängelliste in der Bildungspolitik des Landes. In der Zeitung wird Born mit seinen Forderungen nach einer Stärkung der Schulleitungen, einem Ausbau der Ganztagsschulen und mehr Finanzmittel für die digitale Infrakstruktur zitiert.

Stuttgart. Daniel Born hatte zuvor erklärt: „Dieses Land kann den Schlingerkurs von Grün-Schwarz nicht länger hinnehmen. Seit drei Jahren warten die Schulleitungen auf Entlastung, die Kommunen auf klare Ansagen zur Ganztagsschule und die Schulen selbst auf Mittel für ihre digitale Infrastruktur. An diesen wichtigen Stellschrauben müsste CDU-Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann endlich drehen, aber es bewegt sich nichts oder nur zu langsam. Das neue Schuljahr startet auch bei den Lehrkräften abermals mit wenig Zuversicht, dass sich die öko-konservative Koalition endlich zusammenrauft und voranmacht.“

Dabei liegt für den SPD-Bildungspolitiker die Richtung, die die Landespolitik für bessere Schulen einschlagen müsste, längst auf der Hand: "„Eigentlich ist klar, welche Richtung Baden-Württemberg einschlagen müsste: Es braucht starke Schulleitungen, die ihre Kollegien weiterentwickeln und ihren Schulen Profil geben können. Es braucht mehr Zeit für individuelle Förderung von leistungsstarken und leistungsschwachen Kindern, wie sie der rhythmisierte Ganztag ermöglicht. Und es braucht Mindeststandards für die digitale Infrastruktur und eine dauerhafte Finanzierung für deren Umsetzung und Instandhaltung. An keinem dieser Punkte konnte sich Grün-Schwarz auf eine gemeinsame Marschroute einigen. Abgestimmte Konzepte wie die Multimediaempfehlungen verstauben daher seit Jahren in der Schulblade. Bewegung kommt nur durch den Digitalpakt des Bundes ins Geschehen, der allerdings nur ein Anfang und nicht das Ende der Digitalisierung unserer Schulen sein kann – dafür sind 433 Euro pro Schülerin und Schüler in fünf Jahren zu wenig. Eine Wiedergutmachung für die peinliche Bruchladung der CDU-Kultusministerin mit ihrer Bildungsplattform „ella“ ist die Weiterleitung von Bundesmitteln ebenfalls nicht – hier muss Frau Eisenmann endlich liefern, denn die Schulen brauchen funktionsfähige Cloudlösungen und sichere Kommunikationswege.“ Besonders hart kritisierte Born die zunhemenden Scheindebatten der grün-schwarzen Regierungsmehrheit, die den Schulen vor Ort nicht helfe. So falle doch auf, dass beim Umbau der Kultusverwaltung und der Sicherung des Schulangebots, der Kultusministerin jede Ergebnisorientierung fehle. „Statt die Schulen direkt bei der Qualitätsentwicklung zu unterstützen, fließen Ressourcen in Monitoring, Beratung und Hochglanzbroschüren mit Schlaumeier-Tipps. Es liegt nicht nur in ihrer Verantwortung Qualitätsstandards zu formulieren, sondern auch deren Umsetzung sicher zu stellen. Derzeit lehnt sie sich angesichts der neuen Institute, Foren und Handreichungen jedoch zurück, obwohl deren Effekt über Jahre nicht sichtbar oder messbar sein wird.“ mahnt der SPD-Politiker in diesem Zusammenhang. Als völlig verfehlt bezeichnet Born die Reaktionen Eisenmanns auf die Friday-for-Future-Demonstrationen.  "Statt anzuerkennen, welchen wichtigen Impuls die jungen Menschen angestoßen haben, statt mit ihnen zu reden und ihnen die Möglichkeiten der Realpolitik zu vermitteln, fällt Frau Eisenmann erst einmal das Schulschwänzen ein. Jemandem, der für so viel unnötigen Unterrichtsausfall Verantwortung trägt, steht das schon zweimal nicht zu.“ erklärt der Schwetzinger Abgeordnete.

Homepage Daniel Born MdL

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