Leserbrief: Bedarf an sozialem Wohnraum in Weissach nicht vorhanden?

Veröffentlicht am 29.07.2020 in Pressemitteilungen

Eine Reaktion auf den Artikel Wenig Interesse an Sozialwohnungen in Weissach.

Es mag sein, dass diejenigen, die aktuell schon in Weissach oder Flacht wohnen, keinen Bedarf an sozialem Wohnraum haben. Das liegt vielleicht schlichtweg an der Tatsache, dass sie eben schon dort wohnen. Darüber hinaus ist die Armutsquote in Weissach wohl eher unterdurschnittlich ist. Darüber hinaus ist immer die Frage - wie das im anderen Artikel der LKZ auch erwähnt wurde - wie viele der zahlreichen Menschen, die ein Recht auf einen Wohnberechtigungsschein hätten, davon tatsächlich Gebrauch machen (die Einkommensgrenzen gehen in bestimmten Fällen übrigens bis über 60.000 Euro. Entsprechend hätten auch Leute Anspruch, die ganz normale Jobs haben). Aus diversen Untersuchungen ist bekannt, dass gerade Menschen, die an der Armutsgrenze oder darunter leben, aus Scham oder Unwissenheit, soziale Leistungen und staatliche Unterstützung nicht in Anspruch nehmen (das andere Extrem gibt es natürlich auch immer).

Ich halte es auf jeden Fall für falsch aus der geringen Nachfrage auf einen geringen Bedarf zu schließen und zukünftig weniger Sozialwohnungen in Weissach zu schaffen. Vielleicht muss man direkt auf mögliche Interessenten zugehen oder gezielter werben? Zudem ist es ja nicht so, dass die Wohnungen jetzt leer stehen. Sie wurden mit Menschen aus anderen Orten belegt. Das zeigt, dass der Bedarf in der Region vorhanden ist. Natürlich ist der fehlende Wohnraum in Leonberg, Weil der Stadt oder Renningen ein drängenderes Thema. Dort muss noch viel passieren. Wenn sich jetzt aber andere Gemeinden zurück lehnen, werden wir dem Problem insgesamt noch langsamer als bisher schon begegnen. Der Bedarf ist da. Genauso wie das Thema jahrelang hinten anstehen musste, muss die öffentliche Hand jetzt wieder über Jahre und Jahrzehnte engagiert in den Wohnungsbau einsteigen und konsequent dabei bleiben. Auch Kooperationen mit Baugemeinschaften, Genossenschaften oder Unternehmen (Werkswohnungen), die Vergabe von Grundstücken im Erbbaurecht und die Innenverdichtung können Lösungsansätze sein.

 

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