Zufallsfoto

Leni Breymaier und Andreas Stoch im Austausch mit Gewerkschaftern

Veröffentlicht am 31.03.2017 in Wahlkreis

Der SPD-Landtagsabgeordnete und Fraktionschef im Stuttgarter Landtag, Andreas Stoch, lud die SPD-Landesvorsitzende und Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Aalen-Heidenheim, Leni Breymaier, zu einem Austausch mit örtlichen Gewerkschaftsvertretern ein.

Breymaier, die vor dem Antritt ihres neuen Amtes als SPD-Landeschefin Landesbezirksleiterin von ver.di war, weiß um die Probleme von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und die Herausforderungen für die Gewerkschaften. Um die spezielle Situation in ihrem Wahlkreis kennen zu lernen, suchte sie das persönliche Gespräch mit den Gewerkschaftsvertretern im Gewerkschaftshaus in der Heidenheimer Bergstraße. Kurze Wege und enger Kontakt im Wahlkreis sind sowohl ihr als auch Andreas Stoch als Abgeordnetem wichtig. „Politik schwebt nicht über den Dingen“, so Stoch. „Wir brauchen die Betriebsräte, die uns direkten Einblick in die Betriebe verschaffen, damit wir politisch tätig werden können“, pflichtete ihm Breymaier bei.

Diskussionsschwerpunkte bildeten die Zukunft der Rente, Arbeit im Niedriglohnsektor und die Veränderung der Arbeitswelt durch die Digitalisierung. Breymaier spricht sich deutlich für eine Erwerbstätigenversicherung aus, in die alle einzahlen und die paritätisch von Arbeitgeber und Arbeitnehmer finanziert wird. Ralf Willeck, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Heidenheim, bestätigte, dass das Rententhema derzeit einen hohen Stellenwert bei den Diskussionen einnehme. Bezüglich Rentenhöhe und Beitragsjahren käme bei vielen ein großes Ungerechtigkeitsgefühl auf, das den Populisten großen Zulauf beschere. Beim Thema Niedriglohnsektor stehen vor allem Leiharbeit und Werkverträge in der Kritik. Hier müsse die Politik unbedingt einschreiten, damit nicht noch weitere feste Arbeitsverhältnisse in prekäre Beschäftigungen umgewandelt werden, fordern die Gewerkschafter. Die SPD-Landesvorsitzende bittet dabei zukünftig um mehr Unterstützung, denn ohne massiven Druck aus der Arbeiterschaft werde sich politisch nur wenig bewegen. Mit der Digitalisierung sieht Breymaier radikale Prozesse in der Arbeitswelt einhergehen. „Wir müssen wachsam sein“, betonte sie. „Das Rationalisierungspotential ist extrem hoch und viele Arbeitsplätze können verloren gehen. Wer, wenn nicht wir, wird die Interessen der Arbeitnehmer vertreten“, fragte die Landesvorsitzende. „Wir müssen dafür sorgen, dass die digitale Rendite nicht nur einigen wenigen zugutekommt“, unterstrich Stoch. Der frühere Kultusminister setzt auf Umschulungen und Weiterbildung, zu denen die SPD mit dem Bildungszeitgesetz einen leichteren Zugang geebnet habe.

Das Gespräch sahen sowohl die beiden Politiker als auch die Gewerkschaftsvertreter als einen guten Auftakt und versprachen sich weiterhin einen engen Kontakt. Andreas Stoch plant für die nächste Zeit gemeinsam mit der Bundestagskandidatin Firmenbesuche und eine Personal- und Betriebsrätekonferenz im Wahlkreis.

Homepage Andreas Stoch

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de