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Langenbrettach bekomme neue Gemeindehalle

Veröffentlicht am 01.02.2012 in Wahlkreis

Vor dem Umbau stand der Abriss des Alten Backhauses. (Bildquelle: Gemeinde Langenbrettach)

Heute Abend habe ich beinahe ein kleines Déja-Vu, ist es doch ziemlich genau 24 Stunden her, dass ich im mehr oder weniger benachbarten Möckmühl im Rahmen der dortigen Halleneinweihung ein paar kurze Worte an die Gäste gerichtet habe. Einige, die ich gestern gesehen habe, sind heute auch hier. Doch ich darf Sie beruhigen: auch wenn es kein Verstoß gegen das Uhrherbrecht ist, wenn ich bei mir selbst abschreibe, ich habe mir für heute Abend etwas Neues einfallen lassen.

Gut eineinhalb Jahre ist es nun her, dass mit dem Abbruch des Alten Backhauses in Brettach der Startschuss zur grundlegenden baulichen Erweiterung und energetischen Sanierung der Gemeindehalle getätigt wurde. Eineinhalb Jahre sind eine lange Zeit, insbesondere dann, wenn wir dabei auf etwas verzichten müssen. Es liegt in der Natur der Sache, dass eine Gemeindehalle während des Umbaus nicht oder nur eingeschränkt nutzbar ist.

Wenn ich mich nun in der grunderneuerten Gemeindehalle umschaue oder – und das finde ich wirklich gut gemacht – den Bauprozess in einer ausführlichen Bildergalerie auf der Homepage von Langenbrettach verfolge, dann bin ich fest davon überzeugt, dass das Warten gelohnt hat.

Eine Stadt- oder Gemeindehalle ist für gewöhnlich der Dreh- und Angelpunkt des kommunalen Lebens. Hier finden die großen Feiern der örtlichen Vereine statt, hier gibt es Kultur- und Informationsveranstaltungen, hier können die Bürgerinnen und Bürger zu Versammlungen zusammen kommen, hier besteht die Möglichkeit für alle – ob Schüler-, Freizeit- oder Seniorengruppen - Sport zu treiben. Deswegen ist es gut, dass sich der Langenbrettacher Gemeinderat und der damalige Bürgermeister Tillmann Schmidt, der ja nun die Geschicke meines Heimatortes Obersulm lenkt, dazu entschlossen haben, dieses Projekt anzugehen. Langenbrettach verfügt nun über eine moderne und zeitgemäße Halle, die mit einem Fassungsvermögen von bis zu 500 Personen ein prima Ort für alle möglichen Veranstaltungen sein wird.

Doch nicht nur das Warten und manche Einschränkung, auch der Einsatz der finanziellen Mittel hat sich gelohnt. In einer Zeit, in der sich der Wettbewerb zwischen den Gemeinden um Einwohner und um den Zuzug insbesondere von Familien und jüngeren Menschen verschärft, ist eine gute kommunale Infrastruktur goldwert. Und dazu gehört – natürlich jeweils an der Größe einer Kommune orientiert - neben Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, einer guten Verkehrsanbindung, Einkaufsmöglichkeiten, medizinischer Versorgung und Arbeitsplätzen eben auch die Ausstattung einer Gemeinde mit Freizeit-, Sport- und Veranstaltungsräumen. Deswegen unterstützt das Land – und in diesem Fall auch der Bund – unsere Kommunen bei der Umsetzung solcher Vorhaben. Im Land Baden-Württemberg gibt es dazu verschiedene Töpfe, in diesem Fall konnten die Langenbrettacher von Geldern aus dem Landessanierungsprogramm, dem Ausgleichsstock und der Sportstättenförderung profitieren.

In Zeiten, in denen viele Kommunen über den Rückgang des aktiven Vereinsleben oder die Kommerzialisierung der Freizeiteinrichtungen und Freizeitgestaltung klagen, will ich eines festhalten: nur wenn eine Stadt oder Gemeinde die entsprechende Infrastruktur zur Verfügung stellt, schafft sie die erforderlichen Rahmenbedingungen für ein funktionierendes und aktives Miteinander im Ort. Die Gemeinde Langenbrettach tut dies, indem sie die sanierte Halle an diesem Wochenende den Bürgerinnen und Bürgern übergibt.

Sie, lieber Herr Bürgermeister Natter, bringen mit der heutigen Einweihungsfeier ein Projekt zu Ende, das Sie nicht von Beginn begleiten konnten, weil Sie vor eineinhalb Jahren noch nicht im Amt waren. Seit Ihrem Amtsantritt haben Sie – gemeinsam mit den Mitgliedern des Gemeinderates und der Langenbrettacher Bürgerschaft – neue Projekte angepackt und - nach allem was ich höre - ein gelungenen Start hingelegt. Da ich bei Ihrer Amtseinsetzung leider nicht dabei sein konnte, möchte ich den heutigen Abend nutzen, und Ihnen auf diesem Weg noch einmal alles Gute für Ihr Wirken und ihre Arbeit in Langenbrettach wünschen und – sollten Sie der Meinung sein, dass ich mich nützlich machen könnte – Ihnen und Ihrer Gemeinde meine Unterstützung zusichern.

Nun da ich zum Schluss komme, muss ich doch eine kleine Passage aus meinem gestrigen Grußwort übernehmen, ganz einfach, weil sie so gut passt. Die Bibelfesten unter Ihnen werden den Satz kennen, steht doch bei Lukas 14,23 geschrieben "Auf dass mein Haus voll werde!” Heute Abend ist die Halle gut besucht und wenn ich die Aktivitäten der Langenbrettacher Vereine, der Gemeinde selbst und der Bürgerschaft Revue passieren lasse, dann wird dies sicher auch in Zukunft so sein.

In diesem Sinne wünsche ich allen Beteiligten viel Freude mit der neuen Stadthalle und am Sonntag einen erfolgreichen Tag der offenen Tür!

Artikel bei www.stimme.de


(Grußwort vom 28.01.2012, es gilt das gesprochene Wort)

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