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Landtagsabgeordneter Born will weniger Fluglärm über Altlußheim: „Es braucht zeitgemäße Regeln“

Veröffentlicht am 15.09.2020 in Wahlkreis

Flugzeuge auf dem Flugplatz Speyer (Bild: Patrick Putzolu/Wikipedia/CCBYSA)

Landtagsabgeordneter Daniel Born (SPD) hat sich mit einer Anfrage an die baden-württembergische Landesregierung gewandt. Er möchte erfahren, warum es in Sachen Fluglärm-Reduzierung in den baden-württembergischen Gemeinden im Einzugsbereich des Speyerer Flugplatzes so wenig Bewegung gibt.

Altlußheim. „Bereits 2017 hat die Gemeinde Altlußheim einen klaren Forderungskatalog mit dem Ziel einer lärmreduzierenden Überarbeitung der Landeplatz-Lärmschutz-Verordnung aufgestellt. Seit Ende 2019 liegt nun ein Entwurf des zuständigen Bundesverkehrsministeriums vor, der die Fluglärmsituation in Altlußheim potenziell eher verschlimmert als verbessert. Das geht so nicht. Deshalb möchte ich die grün-schwarze Regierung dazu bringen, dass sie sich über den Bundesrat stärker für die Erfüllung der Altlußheimer Forderungen einsetzt“, begründet der Abgeordnete seinen Einsatz.

Sollte es bei den im Entwurf vorgesehenen Änderungen bleiben, würde dies bedeuten, dass nahezu jedes beliebige Fluggerät weiterhin an Werktagen ab 7:00 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen ab 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr fliegen und Platzrunden drehen darf und die meisten Luftfahrzeuge auch in der zweistündigen Mittagspause sowie danach bis zum Sonnenuntergang zu unterschiedlichen Zwecken starten und landen dürften.

Damit käme es in den Sommermonaten zu einer maximalen Lärmbelastung von 12 Stunden. Der Wahlkreisabgeordnete befürchtet zudem, dass es in Folge der zunehmenden Flugbewegungen sowie der inzwischen erfolgten Erhöhung der zulässigen Abfluggewichte am Ende eher lauter als leiser wird. „Deshalb ist es mir so wichtig, dass die Landesregierung sich im Bundesrat für eine echte Verbesserung der Landeplatz-Lärmschutz-Verordnung im Sinne der Forderungen des Altlußheimer Gemeinderats einsetzt, damit es möglichst bald tatsächlich hörbar leiser wird am Himmel über der Gemeinde“, betont Daniel Born.

Wichtig ist für Born, dass die Landesregierung hier auch die besonderen Bedingungen der Region in den Blick nimmt. „Bei uns in der Rhein-Neckar-Region ist es schon tendenziell durch die hohe Verkehrsfrequenz und die topographische Lage laut. Gerade da muss man für zusätzliche Lärmquellen klare und zeitgemäße Regelungen finden. Hier hinken die bisherigen Vorstellungen hinterher und es ist dringend angezeigt, dass seitens des Landes hier auf Bundesebene noch einmal striktere Vorgaben eingefordert werden“, betont Daniel Born.

Homepage Daniel Born

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