Zufallsfoto

Landesregierung ist im Kampf gegen Steuerhinterzieher weiterhin inkonsequent

Veröffentlicht am 15.07.2010 in Landespolitik

Dr. Nils Schmid MdL, SPD-Landesvorsitzender und des. Spitzenkandidat für die Landtwagswahl 2010

Finanzexperte Nils Schmid: „Erneut zeigt sich: Mappus vermeidet, die Steuerhinterzieher wirksam zu bekämpfen, um das FDP-Klientel zu schützen“

Die SPD-Fraktion wirft der Landesregierung erneut Inkonsequenz bei der Verfolgung von Steuerflüchtlingen vor. Zum einen habe sie nach dem Ankauf der Steuer-CD durch Niedersachsen noch immer nicht reagiert, um die Steuerhinterzieher in Baden-Württemberg anhand dieser Datensätze rasch zu verfolgen. Zum anderen lehnte es die Koalition bei der Behandlung des Nachtragshaushalts gestern ab, die Zahl der Steuerbeamten zu erhöhen. „Erneut zeigt sich: Mappus vermeidet, die Steuerhinterzieher wirksam zu bekämpfen, um das FDP-Klientel zu schützen“, erklärt Nils Schmid, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion und designierter Spitzenkandidat.

Schmid erinnerte daran, dass der niedersächsische Finanzminister bereits vor einem Monat berichtet habe, dass von den 20.000 Datensätzen der CD die meisten Verdächtigten aus Baden-Württemberg kämen, während nur rund 2.000 Daten Bürger aus Niedersachsen betreffen würden. Dennoch habe die Landesregierung bislang nichts unternommen, wie sie jetzt in einer Antwort auf eine SPD-Anfrage mitteilte. „Anstatt schnell zu reagieren, um an das Geld der Steuerhinterzieher zu kommen, setzt die Landesregierung erneut auf Verzögerungstaktik“, sagt Schmid. Und: „Die Landesregierung steckt bei der Steuer-CD den Kopf in den Sand und tut so, als gingen sie die Datensätze von Steuerhinterziehern aus Baden-Württemberg nichts an.“

Das werde auch bei der Steuerverwaltung deutlich. Hier wurde jetzt im Finanzausschuss des Landtags der SPD-Antrag, für das Jahr 2010 zusätzliche Planstellen und 100 zusätzliche Ausbildungsstellen bei den Anwärtern sowie für 2011 weitere 200 Planstellen und 200 Anwärterstellen zu schaffen, abgelehnt. Dabei würden die zusätzlichen Personalkosten von 1,6 Millionen für 2010 und 10 Millionen Euro für 2011 durch die voraussichtlichen Mehreinnahmen durch die Finanzbeamten mehr als gedeckt. „Es ist nicht zu fassen, dass die Landesregierung sehenden Auges auf Mehreinnahmen verzichtet“, erklärt Schmid.

Schließlich gingen bereits ohne die Baden-Württemberg-CD in den vergangenen Monaten über 6.100 Selbstanzeigen wegen Steuerhinterziehung in Baden-Württemberg ein. Zudem leide die Steuerverwaltung des Landes schon bisher unter einem gravierenden Personalmangel. Dem Land gingen Jahr für Jahr viele Millionen Steuereinnahmen verloren, wie Untersuchungen des Rechnungshofs immer wieder gezeigt haben. Zudem werde sich durch den hohen zusätzlichen Arbeitsanfall durch Selbstanzeigen und Steuerdateien die Überlastung der Steuerverwaltung noch einmal drastisch erhöhen, erklärt Schmid.

Angesichts dieses Verhaltens erweisen sich die markigen Sprüche des Ministerpräsidenten, der „eine knallharte Vorgehensweise gegen Steuersünder“ angekündigt hatte, endgültig als bloßes Ablenkungsmanöver. „Mappus muss seine markigen Sprüche endlich selbst ernst nehmen und konsequent gegen Steuerhinterzieher vorgehen“, fordert Schmid.

Homepage Reinhold Gall MdL

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de