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Landesregierung bricht Zusage gegenüber Sportverbänden und Übungsleitern

Veröffentlicht am 05.02.2010 in Landespolitik

Quelle: photocase.com / simmel

Reinhold Gall MdL: "Die Landesregierung behindert die Arbeit der Vereine massiv, wenn sie sich gegen eine stärkere Unterstützung sperrt"

Die SPD kritisiert, dass die Landesregierung mit Hilfe der Landtagsmehrheit von CDU und FDP verlässliche Zusagen für die Sportförderung verweigert. In der zweiten Lesung des Kultusetats am 04. Februar 2010 wurde ein Antrag der SPD-Landtagsfraktion, mit den Sportverbänden sofort Verhandlungen über einen Solidarpakt Sport II aufzunehmen, abgelehnt. Auch die Forderung, im nächsten Solidarpakt einen Inflationsausgleich von 7,8 Millionen Euro pro Jahr festzuschreiben, lehnte die Koalitionsmehrheit ab. Damit habe sie ein Versprechen von Ministerpräsident Oettinger gebrochen, kritisiert der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Reinhold Gall. Oettinger habe den Sportvereinen im vergangenen Jahr zugesagt, den derzeit bestehenden Solidarpakt Sport über das Jahr 2010 hinaus mit einer Inflationsanpassung fortzuführen.

Reinhold Gall nennt es „einen Schlag ins Gesicht ehrenamtlicher Übungsleiter“, den Solidarpakt nicht zu verlängern. „Damit verweigert die Landesregierung ihre Unterstützung, obwohl die Übungsleiter eine wichtige Arbeit für die Gesellschaft leisten", so Gall. Bislang erhalten die Trainer in der Regel eine Unterstützung von unter zwei Euro die Stunde. Die Vereine könnten sich wegen der niederen Zuschüsse des Landes keinen höheren Betrag leisten, erklärte der Abgeordnete. Es falle den Vereinen nicht leicht, auf dieser Basis eine ausreichende Zahl an Übungsleitern zu finden. "Gerade im Stadt- und Landkreis Heilbronn, wo in vielen Kooperationen zwischen und Schulen und Vereinen Ganztagsbetreuung organisiert wird, wird es fatale Folgen, wenn den Sportvereinen die Rekrutierung neuer Ehrenamtlicher so erschwert wird", gibt Gall zu bedenken.

Homepage Reinhold Gall MdL

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