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Kinderbetreuung das zentrale Thema in Ketsch

Veröffentlicht am 11.05.2017 in Pressemitteilungen

v. l. n. r.: Jens Rebmann (SPD-OV), Daniel Born MdL, BM Jürgen Kappenstein, Gerhard Jungmann (SPD-Gemeinderat)

Bürgermeister Kappenstein, Gemeinderat Jungmann, SPD-Ortsvereinsvorsitzender Rebmann und Landtagsabgeordneter Daniel Born im Gespräch über kommunale und landespolitische Themen.

Ketsch. In Ketsch machte Daniel Born jüngst Station, um sich mit Bürgermeister Kappenstein auszutauschen, was für Ketsch momentan die wichtigsten Themen sind. Der Einladung des Bürgermeisters zum Gespräch folgten auch der SPD-Vorsitzende Jens Rebmann für die örtliche SPD sowie Gerhard Jungmann für die SPD-Gemeinderatsfraktion.

Born, der auch Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Arbeit ist, freute sich mit den anwesenden Ketschern über die Ansiedlung des großen Online-Sporthändlers, was große Investitionen und zahlreiche Arbeitsplätze mit sich bringe. Vor allem, so vermutet der Arbeitsmarkt-Experte, könnte das ein guter Mix von Arbeitsplätzen für die Region sein. „Die Region der kurzen Wege bedeutet für mich Betreuung, Bildung, Einkaufsmöglichkeiten und medizinische Versorgung, aber eben auch Arbeitsplätze vor Ort zu haben. Da ist es gut, wenn wie jetzt in Ketsch eine Großansiedlung gelingt." so Born.

Beim wichtigsten Thema des rund anderthalbstündigen Gesprächs ging es um die jüngsten Ketscherinnen und Ketscher. Von der U3-Betreuung bis zu den Hortplätzen an den Schulen widmete man sich eingehend allen Fragen rund ums Thema Bildung. Der Wahlkreisabgeordnete hatte Verständnis für die Herausforderungen der Kommune, allen Anforderungen nachzukommen und war beeindruckt, von den guten Lösungen vor Ort. Ist die Kommune im Bereich der U3-Betreuung noch gut aufgestellt, so gibt es bei den Kindergartenplätzen derzeit Engpässe – auch und gerade dabei, ausreichend Personal zu beschäftigen. Bei der Verfügbarkeit der Hortplätze sieht es dann wieder recht gut aus. Das begrüßte Born sehr, denn gerade beim Übergang vom Kindergarten zur Schule, sei das Problem bekanntlich häufig, dass die berufliche Entwicklung der Eltern (nach wie vor meist der Frauen) deutlich ausgebremst werde. Dass im Bereich der Kindergärten die Anforderungen von Seiten der Landesregierung immer höher würden, sei im Prinzip natürlich erfreulich und nachvollziehbar. Man frage sich nur, was aus dem Grundsatz „wer bestellt, der bezahlt“ geworden sei. Überhaupt sei es schwer verständlich, warum die Kommunen finanziell so alleine gelassen würden von der grün-schwarzen Landesregierung. Den Kommunen die Zuwendungen drastisch zu kürzen und ihnen zugleich vorzuschreiben, sie müssten beispielsweise immer mehr, immer qualifizierteres Personal einstellen, passe nicht zusammen, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. Die Umstellung der Kindergartengebühren auf das württembergische Modell begünstige nun künftig kinderreiche Familien, dafür sei keine soziale Staffelung der Preise mehr vorgesehen, was der Aufwand erheblich verringere, schloss Bürgermeister Kappenstein das Thema dann ab.

Born vermutet, dass in Sachen Finanzierung der Kommunen wie in vielen anderen Bereichen, vor der Bundestagswahl keine großen Änderungen seitens der Landesregierung mehr zu erwarten sei. „Man könnte fast ein wenig den Eindruck haben, die warten ab, ob ein Bundeskanzler Martin Schulz Impulse von der Bundesebene liefert“, meinte der Schwetzinger.

Zuletzt wurden noch zahlreiche Themen besprochen, die in Ketsch teilweise für große Aufregung sorgen. Das LKW-Durchfahrtsverbot, das der SPD ein Anliegen wäre, ist laut Bürgermeister leider nicht ohne Unterstützung des Kreises umzusetzen und auch die Planungen bezüglich der Marktplatzgestaltung wurden angesprochen. Die Situation am alle hopp! -Spielplatz sei insgesamt recht zufriedenstellend. Natürlich gebe es in Sachen Verkehr und Lärm immer wieder Schwierigkeiten, im Dialog seien diese aber meist zu klären. Und die Sicherheit sei durch den errichteten Zaun wesentlich verbessert. Man werde aber versuchen, weitere Verbesserungen zu erreichen.

Das Konzept eines integrativen Supermarktes in der Ortsmitte, der die Nahversorgung stärke, wurde allgemein begrüßt und durch die Ergänzung der bestens funktionierenden und sehr engagierten Nachbarschaftshilfe sei man optimistisch, dass die Versorgung auch während der Umbauphase gewährleistet werden kann.

Die SPD-Vertreter vor Ort sind nicht zuletzt dank ihrer sehr aktiven Facebook-Präsenz nah am Bürgerohr und alle Teilnehmer der Gesprächsrunde waren sich einig, dass man sich nicht ausruhen dürfe, sondern weiter an allen Themen arbeiten wolle. Mit festem Händedruck und der Zusage, im Gespräch zu bleiben, verabschiedete man sich voneinander und dankte sich gegenseitig.

Homepage Daniel Born

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