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Kernkraftwerk Neckarwestheim 2: Ein technisch überalterter maroder Atomdinosaurier

Veröffentlicht am 03.10.2019 in Aktuelles

Gabi Rolland, umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion zur Beantwortung des Antrags „Schadhafte Rohrleitungen im Gemeinschaftskraftwerk Neckarwestheim 2 (GKN 2) – Gewährleistung eines sicheren Betriebs bis zur Stilllegung“ (Drucksache 16/6876):

"Die Beantwortung unserer Anfrage zeigt ganz deutlich, dass Landwirtschaftsminister Peter Hauk sich mit seiner Forderung nach einer Verlängerung der Laufzeiten der jüngsten Atomkraftwerke um zehn Jahre auf dem absoluten Holzweg befindet. Das Beispiel Neckarwestheim zeigt, dass der Zahn der Zeit durch Korrosion sehr stark die Systeme und Rohrleitungen in einem Atomkraftwerk angreift und schwächt. Und das ist alles andere als beruhigend. Niemand ist in der Lage, zu garantieren, dass nicht erneut Schäden an den Heizrohren auftreten können, so wie das in den vergangenen drei Jahren regelmäßig der Fall war. Zu vermuten ist eher, dass auch bei zukünftigen Revisionen weitere Risse festgestellt werden, die dann repariert werden müssen und zu einer vorübergehenden Stilllegung und damit einer Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit der Kühlsysteme führen.

Somit ist eins klar: es ist richtig und gut, wenn dieses letztgebaute, also jüngste AKW Deutschlands in drei Jahren endgültig stillgelegt wird. Jede Verlängerung würde nicht nur die alten Fragen der Betriebssicherheit (siehe Fukushima und Tschernobyl) und der Endlager neu aufwerfen. Sondern es müssten hohe, vermutlich dreistellige Millionenbeträge investiert werden, um eine Verlängerung überhaupt technisch zu ermöglichen. Dieses Geld könnte erheblich besser in den Ausbau der Wind- und Solarenergie sowie der Speichertechnologie gesteckt werden als in einen technisch überalterten maroden Atomdinosaurier."

Homepage Gabi Rolland MdL

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