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Job-Center kann weniger fördern

Veröffentlicht am 24.02.2011 in Wahlkreis

Für die berufliche Weiterbildung arbeitsloser Menschen gibt es in diesem Jahr deutlich weniger Geld. Nach Berechnungen des Konstanzer SPD-Bundestagsabgeordneten Peter Friedrich kann das Job-Center im Landkreis Konstanz viel weniger Menschen als im Vorjahr bei ihrer beruflichen Wiedereingliederung helfen. 15 Prozent hat das Job-Center weniger für Eingliederungsleistungen zur Verfügung als noch 2010.

Die CDU-/FDP-Bundesregierung habe bundesweit die Mittel für die Arbeitsförderung um über 1 Milliarde Euro gekürzt so Friedrich. Für den Kreis Konstanz bedeute dies, dass im Jahr 2011 für diesen Zweck etwa zwei Millionen Euro weniger zur Verfügung stehen. So fehle dem Job-Center viel Geld, um Langzeitarbeitlose durch berufliche Förderung zu unterstützen. „Vielen Menschen, die arbeiten wollen, wird so eine Chance verbaut!“

„Aktive Arbeitsmarktpolitik muss die Chancen des Aufschwungs nutzen!“ fordert Friedrich. Jetzt stellen Unternehmen neue Mitarbeiter ein. Nur berufliche Weiterbildung und Förderung helfe benachteiligten Arbeitslosen, wieder einen Einstieg in das Berufsleben zu finden. Daher sei es „grundverkehrt die Fördermittel gerade jetzt zu kürzen.“ Eine vorauschauende Arbeitsmarktpolitik müsse vielmehr die Berufsförderung verstärken. Dies diene auch der Wirtschaft: „Wer keine geeigneten Arbeitskräfte findet, kann auch keine Kundenwünsche erfüllen und Geld verdienen“, sagt der Abgeordnete, der dem Wirtschaftsausschuss des Bundestags angehört.

Wenn die Job-Center Langzeitarbeitslosen weniger Fortbildungsmaßnahmen gewähren können, schade dies auch der Bildungsinfrastruktur im Kreis: Weiterbildungsträger, die mit den Job-Centern zusammenarbeiten, müssten Angebote zurückfahren. Man könne nicht vor einem drohenden Fachkräftemangel warnen und gleichzeitig eine große Gruppe Arbeitssuchender ausgrenzen und abschreiben, warnt Friedrich.

Homepage Peter Friedrich

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