Zufallsfoto

Heberer fordert konsequentes Umdenken an deutschen Hochschu­len

Veröffentlicht am 17.11.2009 in Pressemitteilungen

Die Mannheimer Landtagsabgeordnete Helen Heberer und die gesamte SPD-Land­tagsfraktion haben sich entschieden mit den aktuell protestierenden Studenten an den deutschen Hochschulen solidarisiert.
Wie dramatisch die Situation an den Universitäten und Hochschulen trotz aller ge­genteiliger Behauptungen der Landesregierung inzwischen sei, zeige sich unter an­derem daran, dass der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Universitäten Professor Liebig, Hörsaalbesetzungen inzwischen „in Ordnung“ finde.

Die dramatische Unterfinanzierung der Hochschulen, soviel steht fest, beruhe auf den beiden bestehenden Solidarpakten der Hochschulrektoren mit der Landesregie­rung. „Vor diesem Hintergrund und mit Blick bestehenden finanziellen Missstände betrachtend, ist es vollkommen unverständlich, dass die Landesregierung dennoch versucht, im Haushaltsentwurf 2010/11 weitere Kürzungen im Hochschulbereich durchzusetzen“, so Heberer.

Die SPD-Landtagsfraktion hat in einer neuen Großen Anfrage zur „aktuellen Situa­tion der Studierenden an unseren Hochschulen und im Vorfeld des doppelten Abi­turjahrgangs im Jahr 2012“ erneut die Forderung nach der Abschaffung der Studien­gebühren gestellt. Weiter wird in der Anfrage kritisiert, dass viele Hochschulen auf­grund ihrer katastro­phalen Finanzlage, zunehmend auch Studiengebühren für die Grundfinanzierung zu verwenden – auch wenn die Landesregierung noch vor der Einführung der Studien­gebühren sich dazu verpflichtet hat, für die Grundversorgung aufzukommen und Stu­diengebühren nur für die „Verbesserung der Lehre“ einzuset­zen.

Fundamentalkritik übt die SPD-Landtagsfraktion auch am Bachelorstudium. In seiner jetzigen Form habe das Studium damit seinen wissenschaftlichen Charakter fast voll­ständig eingebüßt. „Der Bologna-Prozess hat auch für die Mannheimer Und Heidel­berger Studierenden keine Verbesserungen gebracht“, stellte Heberer, die unter an­derem kritisiert und bedauert, dass vielen Studierenden in ihrem straff durchorgani­sierten Bachelorstudium keine Zeit für Auslandsaufenthalte bleibe.

Heberer befürchtet außerdem, dass der doppelte Abi-Jahrgang 2012 dazu führen wird, dass die Zulassungen an den Hochschulen weiter begrenzt werden. „Schon jetzt wird deutlich, dass es nicht möglich sein wird, die Studierenden-Ströme so zu lenken, wie die Landesregierung sich das bisher vorstellt.“

Als weitere und ebenfalls zentrale Forderung fordert die SPD in ihrer Großen Anfrage die Wiedereinführung einer Verfassten Studierendenschaft. „Nur so können die Stu­dierenden ihre Interessen an den Hochschulen und auch gegenüber der Landesre­gierung angemessen und auf Augenhöhe vertreten“, ist sich Heberer sicher.

Angesichts der vielfältigen Probleme und der zahlreichen Baustellen im Hochschul­bereich hofft Heberer, dass die aktuellen Proteste die Landesregierung wachschüt­teln und endlich zum Umdenken bewegen.

- Große Anfrage der Fraktion der SPD - 16.11.2009 - Drs 14/5439

Homepage Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de