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Grußwort beim Tag der Offenen Tür der Schönberg-Pflege Oedheim

Veröffentlicht am 18.10.2011 in Wahlkreis

Bildquelle: photocase.com // cydonna

Sehr geehrte Frau Henning,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Ruoff,
sehr geehrter Herr Pfarrer Remmlinger,
und ein ganz besonderer Gruß den Hausherren, Herrn Ziegler und Herrn Griese,

's ist schlimm, wenn man alt wird, das Alter spricht, aber schlimmer ist es, man wird es nicht! – dieses Zitat von Heinz Erhard findet sich normalerweise auf Gratulationsschreiben zu runden Geburtstagen jenseits der 60. Ich finde, diese Worte passen auch zur Eröffnung der Seniorenwohnanlage Schönberg. Wenn ich mich hier umschaue, dann finden wir hier Qualität und Standards, die in der Seniorenbetreuung und –pflege zwar wünschenswert und nötig, aber – wir alle kennen die Berichte über schwarze Schafe in dieser Branche - nicht überall selbstverständlich sind. Der Landkreis Heilbronn hingegen verfügt über ein gutes und vielfältiges Pflege- und Betreuungsangebot. Die Anlage Schönberg wird dieses optimal ergänzen und dazu beitragen, dass wir noch besser für die Bewältigung des demographischen Wandels aufgestellt sind.

Bereits im Laufe der Bauzeit hatte ich die Gelegenheit, die Wohnanlage zu besichtigen und mich über das Konzept zu informieren. Ich bin kein pflegepolitischer Experte, in dieser Funktion wird gleich unsere Sozialdezernentin Frau Hennig zu Ihnen sprechen. Aber das, was ich beim Rundgang durchs Gebäude bereits damals gesehen habe und was ich über das geplante Konzept erfahren habe, hat mich als – nennen wir es mal – „informierten Laie“ überzeugt und – das ist vielleicht sogar die wichtigere Aussage: als jemanden, der hier potentiell in den nächsten 20 Jahren einziehen könnte, hat mich die Gestaltung und die Konzeption sehr angesprochen.

Besonders spannend finde ich das Projekt Senioren-WG im Obergeschoss. Ich hoffe, Sie finden experimentierfreudige ältere Menschen, die sich auf diese neue Wohnform im Alter einlassen wollen. Wie gesagt, mit mir hätten Sie in 20 Jahren einen potentiellen Mitbewohnern – Sie haben nur einen kleinen, konzeptionellen Fehler gemacht: Die Wohnanlage steht nicht in Sülzbach. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich meinem Lebensabend in meinem Heimatdorf verbringen werde. Aber: bis ich das Alter für eine solche Wohngemeinschaft tatsächlich erreicht habefließt ja noch ein bisschen Wasser den Kocher hinunter. Und wer weiß: vielleicht richten Sie bei Erfolg ja schon bald weitere Senioren-WGs ein, ein paar Mitbewohner hätte ich jedenfalls schon im Hinterkopf.

Sehr positiv finde ich auch, dass Sie sich so intensiv und von Anfang an um Integration in das Gemeindeleben hier in Oedheim bemühen. Das Programm des heutigen Infotages liest sich ja beinahe wie das eines Dorffestes und das große Interesse bereits am heutigen Vormittag spricht dafür, dass Ihr Engagement in Oedheim wahrgenommen wird und auf offene Ohren trifft.

All jene, die demnächst ein Zimmer oder eine Wohnung in der Wohnanlage Schönberg beziehen oder sich aus sonstigen Gründen hier aufhalten werden, kann ich übrigens beruhigen: sollte ein Brand ausbrechen, ist man hier besonders gut vorbereitet. Vor einigen Wochen haben die Feuerwehren aus Oedheim, Degmarn, Bad Friedrichshall und Neckarsulm über 40 Statisten, viele davon in Rollstühlen, bettlägerig oder mit Gehhilfen ausgestattet, bei einer großen Löschübung aus der Anlage evakuiert und sind damit auf mögliche Ernstfälle vorbereitet. Das Haus selbst verfügt nicht nur über simple Rauchmelder, sondern über ein systematisches Früherkennungssystem und rauchdichte Sicherheitstreppenhäuser. Das möchte ich in meiner Funktion als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Heilbronn ausdrücklich loben!

Sie sehen, ich kann sowohl als politisch Verantwortlicher als auch als Mann für die Sicherheit mein Einverständnis zur heutigen Eröffnung geben und biete Ihnen gerne an, die Entwicklung der Schönberg-Pflege zu begleiten und im Zweifel mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Ich wünsche allen Gästen und Mitwirkenden noch einen schönen Infotag. Ihnen, Herr Griese und Herr Ziegler, Ihrem Mitarbeiter-Team und den Menschen, die nun hier einziehen werden, wünsche ich für den Start und die Zukunft alles Gute!

Homepage Reinhold Gall MdL

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