Zahlreiche SPD-Mitglieder trafen sich am Donnerstagabend im »Tannhäuser« in Hornberg, um ihre Kreistagskandidaten für den Wahlkreis X zu nominieren. Nachdem die Regularien geklärt waren, bat Versammlungsleiter Bernd Salzmann die Kandiaten, sich in der Reihenfolge ihrer Listenplatzierung kurz vorzustellen. »Wir haben im Gegensatz zu anderen eine große Bandbreite an Spezialisten«, kündigte der Vorsitzende des Hausacher SPD-Ortsvereins an.
So ist der Hornberger Walter Pätzold beispielsweise Fachberater für Mykologie, Pilzkunde. Der 60-Jährige möchte im Kreistag einen Pol gegen den Pool aus Bürgermeistern setzen.
Ihm folgt mit Bernhard Kohmann ein »ungewöhnlicher Landwirtschaftsmeister«. Der Hausacher betreibt in Kooperation mit einem Kollegen einen Milchviehbetrieb, eine Biogasanlage, eine Brennerei und Holzwirtschaft. Im Kreistag würde sich der 41-Jährige daher gern mit der Land- und Forstwirtschaft sowie der Energiepolititk beschäftigen. Polizeihauptkommissar Manfred Maurer aus Wolfach ist im Wirtschaftskontrolldienst tätig, das heißt, der 52-Jährige kümmert sich beispielsweise um unseriöse Kaffeefahrten oder falsche Gewinnversprechen. Im Kreistag wäre die Gesamtproblematik Ländlicher Raum – Straßen, Schulen, Krankenhäuser – sein Thema Nummer eins.
Der 60-jährige Ernst Wöhrle aus Gutach ist Technischer Angestellter beim Automobilzulieferer Neumayer Tekfor in Hausach und möchte sich im Kreistag für die Belange aller Bürger einsetzen.
Auf Chancengleichheit bei Bildung und Betreuung sowie auf die Familien- und Sozialpolitik kommt es Brigitte Salzmann aus Hausach vor allem an. Die 59-Jährige brach zudem eine Lanze für die Parteien als Säule der Demokratie.
Als Letzter stellt sich Hubert Ziegler aus Hornberg vor. Der 67-jährige ehemalige Schulleiter möchte sich vor allem für eine Verbesserung der Übergänge zwischen Schule und Berufsausbildung einsetzen. Im Anschluss an die Vorstellungsrunde wurden die Kandidaten von den 30 stimmberichtigten Anwesenden in geheimer Wahl jeweils mit großer Mehrheit bestätigt. Und auch der SPD-Bundestagskandidat im Schwarzwald-Baar-Kreis, Friedrich Scheerer, zeigte sich von der »tollen Mischung« der Kandidatenauf der Liste beeindruckt. Anschließend stellte auch er sich kurz vor und erläuterte auf Nachfrage beispielsweise seine Haltung zur Rente mit 67, zur Europapolitik, zur Bürgerversicherung oder zur Leiharbeit.
(Bericht veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Schwarzwälder Boten)