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„Glückwunsch an die Oftersheimerinnen und Oftersheimer für ihre tolle SPD vor Ort!“

Veröffentlicht am 26.04.2013 in Wahlkreis

Oftersheim. Diesmal nicht zu einer Winterfeier, sondern zu einer Ehrungsveranstaltung im Frühjahr hatte der SPD-Ortsverein in der Bürgersaal geladen und zahlreiche Mitglieder waren dieser Einladung gefolgt. Nachdem der amtierende Ortsvereinsvorsitzende Jens Rüttinger die Gäste begrüßt hatte, kam das musikalische „Schmankerl“ in Form des Schwetzinger Blechbläserensembles unter Mitwirkung des SPD Mitglieds Sebastian Ruhland, die zahlreiche Stücke in ungewohnt klingender Weise zur Darbietung brachten.

Nach den Musikern war der Bundestagskandidat der SPD im „Spargelwahlkreis“, Daniel Born, an der Reihe. In diesem Jahr hat die Sozialdemokratie in Deutschland nämlich auf jeden Fall etwas zu feiern, auch wenn das Wahlergebnis noch nicht feststehen kann.

Vor 150 Jahren entstand der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein, die Vorläuferorganisation der SPD. Auch Oftersheimer Genossen beteiligten sich im Jahre 1903 an einer Versammlung in Karlsruhe, exakt seit 110 Jahren gibt es diesen Ortsverein. Daniel Born erinnerte an die schweren Zeiten, als die SPD verboten war, gerade wegen ihres Einsatzes für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen. Schon damals wusste man sich gut zu helfen, man gründete Arbeitergesangsvereine, Arbeiterturnvereine usw., um das Verbot während der Kaiserzeit zu unterlaufen.

Damals war die Forderung nach gleichen Rechten für alle Bürger geradezu unverschämt, großer Mut gehörte zur damaligen Existenz eines Sozialdemokraten. Nach der Aufhebung des Verbotes 1890 wurde die SPD zu einer führenden politischen Kraft im damaligen deutschen Reich. Nach der Katastrophe des ersten Weltkrieges war es unter anderem die SPD, welche die Weimarer Republik entscheidend prägte, die erste Demokratie auf deutschem Boden. Namen wie Friedrich Ebert sind auch heute noch vielen geläufig, aber schon 1933 war wieder alles vorbei.

Nicht nur die SPD, sondern auch alle verwandten Vereine und Organisationen wurden verboten, ein letzter mutiger Akt war die Ablehnung des „Ermächtigungsgesetzes“ durch die Abgeordneten der SPD im Berliner Reichstag. Nach dem Krieg kam es auch in der SPD zu einem Wiederaufbau, auch in Oftersheim.

Nachdem die SPD mit dem „Godesberger Programm“ in die Mitte der Gesellschaft gerückt war, kam sie ab 1966 in Regierungsverantwortung. Unter Kanzler Willy Brandt hatte die SPD in den 1970er Jahren mehr als eine Million Mitglieder in Deutschland, mehr als hundert davon waren Oftersheimer. Die SPD Oftersheim hatte damals unter dem Vorsitzenden Philipp Weber auch ihren Mitgliederzenit. Nach dem Verlust der Regierungsmehrheit im Jahre 1982 erneuerte und modernisierte sich die Partei, die in Oftersheim immer gute Ergebnisse bei den Kommunalwahlen erzielte.

Noch einmal richtig gut ging es ihr ab 1998 mit der ersten rot-grünen Koalition unter Kanzler Gerhard Schröder, als Lothar Binding direkt in den Bundestag gewählt wurde und die Partei auch im Ort ein überragendes Ergebnis erzielte.

Eine spannende Reise durch 150 Jahre Geschichte war zu Ende, starker Beifall für diesen mit örtlichen Gegebenheiten gespickten Vortrag des Kandidaten, der aber im folgenden noch nicht zur Ruhe kommen sollte. Denn schließlich musste er den zu Ehrenden ihre Urkunden überreichen und die Nadeln anstecken.

Da es heute nicht mehr selbstverständlich ist, ein „Langzeitprojekt“ wie die Mitgliedschaft in einer politischen Partei zu verfolgen, dankt der SPD-Ortsverein Oftersheim für jeweils 5 Jahre Mitgliedschaft. Eben so lange, nämlich ein halbes Jahrzehnt, sind Roland Döringer, Stephan Lamm und Andreas Leiberich bei der Oftersheimer Sozialdemokratie dabei. Das Jahrzehnt bereits vollendet hat die ehemalige Gemeinderatskandidatin Heidrun Pawletta.

Seit bereits 15 Jahren ist Dr. Michael Burkart dabei, der die SPD Oftersheim mit der Gestaltung der ersten eigenen Webseite ins Internetzeitalter führte. Im Jahre 1993 eingetreten sind Philipp Jörres und das frühere Vorstandsmitglied Wolfgang Schulz. Bereits seit einem viertel Jahrhundert dabei ist der „Kassenwart“ Thomas Kobbert . Stolze 35 Jahre sind es bei Gunnar Hoff.

Man schrieb das Jahr 1973 und Willy Brandt war Bundeskanzler, als Theo Reinhardt in die Partei eintrat. Dasselbe Jahr war es beim „Musikus“ des Ortsvereins, Rainer Ruhland, der auch die Festschrift zur 100-Jahr-Feier maßgeblich gestaltete und im Gemeinderat saß.

Ebenfalls seit dieser Zeit ist einer der prominentesten Oftersheimer Genossen, der aktive Kreisrat und ehemalige Gemeinderat Janfried Patzschke, bei „seiner“ Oftersheimer SPD. Nach den Ehrungen wurden die Gäste weiterhin sowohl musikalisch als auch kulinarisch bestens versorgt, und erst spät ging dieser denkwürdige Abend zu Ende

Homepage Daniel Born

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

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