Die Mannheimer SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Fulst-Blei und Dr. Boris Weirauch begrüßen den offiziellen Kabinettsbeschluss zur Verbund-Lösung für die Universitätskliniken Mannheim und Heidelberg. „Was lange währt, wird endlich gut“, kommentieren die beiden SPD-Politiker den Beschluss, der nun die Grundlage für die Vertragsverhandlungen im Herbst bildet. Zugleich formulieren sie eine klare Erwartung an das Land: „Mannheim darf nicht als Juniorpartner betrachtet werden, sondern muss starker Universitätsklinik-Standort bleiben und entsprechend gefördert werden."
Fulst-Blei zeigt sich erleichtert über das Ende der jahrelangen Hängepartie: „Der klare Beschluss und die nun geklärten finanziellen Rahmenbedingungen schaffen Planungssicherheit und ermöglichen es den Beteiligten vor Ort, sich ganz auf die Umsetzung zu konzentrieren. Das ist die Grundlage für einen erfolgreichen Klinikverbund.“ Ein zentrales Anliegen sei dabei der Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen. Fulst-Blei, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, spricht in diesem Zusammenhang von einem Etappensieg: „Die Festlegung, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten, ist für die Beschäftigten ein wichtiges Signal. Auch nach dem Zusammenschluss muss Arbeitsplatzsicherheit gewährleistet sein.“ Wissenschaftsministerin Petra Olschowski betonte jedoch auf Nachfrage in der Landespressekonferenz, dass auch im Personalbereich nach Synergien und Einsparpotenzialen gesucht werde.
Für Weirauch ist die Umsetzung des gemeinsamen Medizinkonzepts – insbesondere die Zusammenlegung der Medizinischen Fakultäten – zentral für die Rolle Mannheims: „Mannheim muss als Leuchtturm für Studium, Lehre und Forschung gedacht werden – nicht als Außenstelle Heidelbergs.“ Neben den Chancen für Forschung, Lehre und die medizinische Versorgung hebt Weirauch auch die wirtschaftlichen Potenziale hervor: „Die Bedeutung der Klinikstandorte für Start-ups – insbesondere im Bereich Medizintechnik – ist enorm. Mit dem Verbund kann Mannheim seine Rolle als führender Wissenschafts- und Forschungsstandort in der Region weiter ausbauen.“