
Ein großes Ärgernis, dass im Alltag vieler Bürgerinnen und Bürger zu täglichen Einschränkungen führt – die nicht fertiggestellte Rad- und Fußgängerbrücke über die Sudetenstraße. Es müssen nun schon seit Monaten große Umwege in Kauf genommen werden, erfuhr der SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Fulst-Blei im Gespräch bei seiner Vor-Ort-Tour auf der Vogelstang. Bisher gab es seitens der Stadt keine Informationen, warum die Brücke so lange abgesperrt ist und vor allem, wann man mit der Fertigstellung rechnen kann. Auf einem Schild am Baustellenzaun steht, dass die Bauzeit eigentlich im Mai 2024 beendet sein sollte. Dies ist offensichtlich nicht der Fall. Fulst-Blei nahm das Anliegen ernst und erkundigte sich bei der Stadtverwaltung Mannheim über den Stand für die Brückenarbeiten.
Die Antwort der Stadt, bzw. der Bundesgartenschau-Gesellschaft, die mit dem Bau der Brücke nach wie vor beauftragt ist, auf die Abgeordnetennachfrage lautete nun: Die Brücke hatte sich mehr als erwartet abgesenkt – dies führe zu erheblichen Sicherheitsbedenken. So lange die detaillierte Ursachenforschung nicht abgeschlossen sei, könne die Brücke nicht zur Nutzung freigegeben werden. Die beauftragten Experten vermuteten, dass die bis Anfang der 60er Jahre genutzte Kiesgrube, die unter dem Brückenfundament liegt, mit Materialien wie Trümmerschutt, Bauschutt, Hausmüll und Industrieabfällen aufgefüllt wurden. Dieser Untergrund führte bei der Brücke zu unkontrollierten Setzungen, so die Antwort weiter. Sprich: Die Brücke hätte vielleicht einstürzen können. Ein Risiko, dass man, gerade nach den Schlagzeilen aus anderen Städten, vermutlich ausschließen möchte. Fulst-Blei: „Die Vorsichtsmaßnahmen der Stadt sind absolut nachvollziehbar. Dennoch wäre eine aktive Kommunikation mit einem neuen Baustellenschild vor Ort sicher hilfreich, um Verständnis bei den Bürgerinnen und Bürger zu wecken.“ Eine gute Nachricht hat die BuGa-Gesellschaft dennoch: Die Brücke soll im 3. Quartal dieses Jahres fertiggestellt werden.