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Fünfzigköpfige Besuchergruppe im Landtag zu Gast / Daniel Born: Willkommen im Landtag!

Veröffentlicht am 16.11.2024 in Wahlkreis

Stuttgart. Über fünfzig interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung von Landtagsvizepräsident Daniel Born zu einer Demokratietour nach Stuttgart, um den politischen Arbeitsalltag des SPD-Abgeordneten in der Landeshauptstadt näher kennenzulernen und sich mit ihm persönlich auszutauschen. „Der Landtag ist das Haus der Bürgerinnen und Bürger. Deshalb freue ich mich über jede einzelne Tour und über alle Besucherinnen und Besucher, die ich hier an meinem Arbeitsplatz begrüßen darf“, erklärte Born zu Anfang, warum ihm der Empfang von Besuchern aus seinem Wahlkreis besondere Freude macht. „Die Demokratietour ermöglicht Begegnungen zwischen Politikern und Bürgern – das ist gerade jetzt wichtig wie nie“, ergänzte der Landtagsabgeordnete.

Zu Beginn der Tour stand eine Führung durch den Landtag auf dem Plan. So erhielten alle Teilnehmenden einen spannenden Blick hinter die Kulissen – vom Pressesaal bis hin zum Plenum, vorbei an den Büros des Ministerpräsidenten und der Landtagsvizepräsidenten bis hin zu interessanten Ausführungen zur Architektur des Landtages. „Die großen Fenster in der Fassade sollen die Transparenz des Landtages symbolisieren und unterstreichen“, erklärte Christian Soeder, Büroleiter von Daniel Born. Ein für vieler Besucher überraschender Ort war der Raum der Stille, der u.a. für Gebete und Meditationen gedacht ist. Born erwähnte diesen auch im persönlichen Austausch. Er besuche diesen und die angebotenen ökumenischen Gottesdienste regelmäßig. „Das ist mir sehr wichtig, denn das sind Momente, an denen man zur Ruhe kommen kann“, so Born.

Ein besonderes Highlight war für die Besucher das Büro des Landtagsvizepräsidenten. Born nutzte die Gelegenheit, um augenzwinkernd ein Foto von seinem ersten Bundestagswahlkampf zu zeigen: 1976 – im Kinderwagen. Den persönlichen Austausch mit dem Schwetzinger Abgeordneten, der 2016 in den Landtag und 2021 zum Landtagsvizepräsidenten gewählt wurde, nutzten die Besucher auch, um Fragen zur Plenarsitzung und zu Borns Arbeitswoche zu stellen. Doch nicht nur der Arbeitsalltag wurde diskutiert, sondern auch die aktuelle politische Lage beschäftigte die Besucher naturgemäß besonders. Insbesondere der Koalitionsbruch und die Neuwahlen standen im Vordergrund. Born betonte dabei die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements im Wahlkampf. „Politik und Demokratie wird nicht nur von Hauptamtlichen gemacht, sondern vor allem von Ehrenamtlichen. Ohne sie wäre Demokratie nicht möglich.“ Auch die Verrohung der Sprache und der Zusammenarbeit innerhalb der Politik und Gesellschaft wurden intensiv mit dem Landtagsvizepräsidenten besprochen. „Wir als Zivilgesellschaft müssen wehrhaft bleiben. Unsere Demokratie muss wehrhaft bleiben“, zeigte sich Born überzeugt. Eine Zusammenarbeit aller demokratischen Parteien sei notwendiger denn je.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in Restaurant des Landtages stand eine Führung durch den Lern- und Gedenkort Hotel Silber auf dem Plan – das Hotel Silber ist die ehemalige Gestapo-Zentrale in Stuttgart. Dort wurden vor allem die Transformation von Polizeipräsidium zu Gestapo-Zentrale und ihre Gräueltaten thematisiert. Denn diese Zentrale spielte nicht nur innerhalb Stuttgarts eine tragische Rolle bei den Verbrechen der Nationalsozialisten, sondern war auch an Kriegsverbrechen im Baltikum beteiligt. Im Hotel Silber wurden insbesondere politische Gefangene unter widrigsten Umständen interniert, häufig Mitglieder der KPD und SPD, die in der NS-Ideologie als Volksverräter gebrandmarkt waren. Deren Leid dokumentiert die Ausstellung anschaulich.

Noch vor einigen Jahren stand das Hotel Silber vor dem Abriss, konnte dann aber in einem Bürgerbeteiligungsprojekt unter maßgeblichem Einsatz der SPD gerettet und zu einem Museum umgebaut werden. „Auch das macht das Hotel Silber zu einem besonderen Ort der Demokratieförderung“, so Born. „Hier zeigt sich: Das Mitwirken in demokratischen Parteien lohnt sich, denn jeder und jede Einzelne kann einen Unterschied machen – und somit Orte wie das Hotel Silber vor dem Abriss bewahren.“

Homepage Daniel Born

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