Zufallsfoto

Erstattung der Flüchtlingskosten für Kommunen: Minister Strobl spielt weiter auf Zeit

Veröffentlicht am 24.07.2017 in Pressemitteilungen

Fraktionsvize Sabine Wölfle: „Die Kommunen warten noch immer auf ihr Geld, nun soll es wenigstens eine Abschlagszahlung geben, die ich dem Minister mehrfach vorgeschlagen hatte.“

Aus Sicht der SPD-Landtagsfraktion spielt Innenminister Strobl bei der Erstattung der Flüchtlingskosten für Kommunen weiter auf Zeit. „Die Kommunen warten noch immer auf ihr Geld, nun soll es wenigstens die Abschlagszahlung geben, die ich dem Minister mehrfach vorgeschlagen hatte“, sagte Fraktionsvize Sabine Wölfle. Dies geht aus einer schriftlichen Antwort des Innenministeriums vom 20. Juli 2017 an Wölfle hervor.

Die Abgeordnete hatte einmal mehr nachgefragt, wann die Stadt- und Landkreise nun endlich mit der vom Land zugesagten 100-prozentigen Spitzabrechnung der Kostenpauschale nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz (FlüAG) Baden-Württemberg rechnen dürfen. „Dass die Überprüfung der Mehraufwendungen der Stadt- und Landkreise und der Abgleich mit der gesetzlichen Kostenpauschale nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz komplex und schwierig werden würde, ist absolut nicht neu“, so Wölfle.

Zuletzt hatte Minister Strobl in der öffentlichen Fragestunde des Landtags am 11. Mai 2017 auf Wölfles Nachfrage mitgeteilt, dass die Überprüfung der Rechnungsergebnisse der Stadt- und Landkreise aus dem Jahr 2015 kurz vor dem Abschluss stünde und bis Ende des Monats mit einem Ergebnis zu rechnen sei. Wölfle hatte sich dabei erneut erkundigt, ob für die Stadt- und Landkreise, die teilweise mit Millionenbeträgen in Vorleistung gegangen seien, nicht eine Abschlagszahlung möglich sei. Einen entsprechenden Vorschlag hatte Wölfle bereits im August 2016 im Innenausschuss des Landtags bei der Beratung ihres Antrags zum Sachstand der Spitzabrechnung unterbreitet.

„Nach all den vielen Ankündigungen des Ministers ist es jetzt einfach nicht mehr nachvollziehbar, weshalb die Stadt- und Landkreise noch immer kein Geld bekommen haben, sondern wiederum mit einer Absage vertröstet werden“, so die Fraktionsvize. Nun sollen die Stadt- und Landkreise bis zum 31. Juli eine 80%-Abschlagszahlung erhalten.

„Das entspricht exakt meinem Vorschlag für eine A-conto-Zahlung, den ich dem Minister mehrfach gemacht hatte“, erklärte Wölfle. Damals habe Strobl Probleme bei der Umsetzung gesehen, jedoch zugesagt, den Vorschlag prüfen zu wollen. „Ich habe seinerzeit von „A-conto-Zahlung“ gesprochen, bei Strobl heißt das jetzt eben „Vorgriffszahlung“, so die Abgeordnete. Am Ergebnis ändere das freilich nichts. „Noch sind die Abschlagszahlungen von 80 Prozent nicht auf den Konten der Kommunen, und wann die restlichen 20 Prozent kommen, ist weiter unklar“, kritisierte Wölfle. „Mit bloßen Ankündigungen kann man keine Rechnungen bezahlen. Die Stadt- und Landkreise verlieren allmählich die Geduld“, so die SPD-Integrationsexpertin.

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de